Buchladen Rote Straße in Göttingen

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Veranstaltungen - Aktuell

 

 

The “natives” of the S.S. Egypt: Indian steamship workers and racial management in the British Empire

Vortrag von Prof. Ravi Ahuja, Centre for Modern Indian Studies, Universität Göttingen:

Freitag, 23. November 2018 um 19.30 Uhr

 

20 May 1922, the English Channel: eighty-seven passengers and crew perish by drowning when the Royal Mail Ship “Egypt” sinks on its way from London to Bombay. The majority of the crew is Indian — not unusual at a time when more than 20 percent of the workforce serving on British merchant ships are recruited from the subcontinent. The accident gives rise to an international press campaign and to judicial proceedings that shed a glaring light on issues of racial segmentation in the global maritime labour market and of racialized modalities of labour management on board British steamships. Social historian Ravi Ahuja discusses this unusually well documented incident to reconstruct linkages between racial discrimination and modalities of labour management that are still at work in our own time of postcolonial global capitalism.

 

Der Vortrag ist auf Englisch, die Diskussion ist auf Deutsch und Englisch.

 Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

 Eine India Inside/Out Veranstaltung vom CeMIS, den Indischen Kulturtagen und dem Buchladen Rote Straße

 

 

 

Mittwoch 24. Oktober, 19 Uhr Buchladen Rote Straße,

Nikolaikirchhof 7

 

Albert Camus: Anarchismus und Gewaltkritik

Die Auseinandersetzung mit Jean-Paul Sartre um „Der Mensch in der Revolte“ und die Algerienfrage

 Vortrag und Diskussion mit Lou Marin, Marseille

Der Bruch zwischen Albert Camus und Jean-Paul Sartre nach langjähriger Freundschaft, die sich nach der Veröffentlichung von Camus’ theoretischem Hauptwerk „Der Mensch in der Revolte“ 1951/1952 abspielten, war eine der prägenden Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts. Es war jedoch kein Bruch zwischen westlich-demokratischem Humanismus und revolutionärem Marxismus innerhalb des Kalten Krieges, wie innerhalb der deutschen und europäischen Linken lange Jahrzehnte kolportiert wurde, sondern ein Bruch, der durch die libertär inspirierte Kritik der Sartreschen Geschichtsphilosophie geprägt war, zu der Camus durch die Begegnung mit spanischen, italienischen und französischen Nachkriegs-AnarchistInnen fand.Die Kontroverse setzte sich während der restlichen Fünfzigerjahre bis zu Camus’ Tod 1960 am Beispiel des Algerienkrieges bzw. des Streits um die Solidarität mit der nationalen Befreiungsfront Algeriens (FLN, Front de Libération nationale) fort. Camus wurde über die Position Sartres und Fanons in die Ecke des „Kolonialisten guten Willens“ gedrängt, während er in Wahrheit eine konkurrierende, stärker föderalistische und weniger gewaltbefürwortende antikoloniale Bewegung Algeriens, die MNA (Mouvement national algérien) um den algerischen Gewerkschafter Messali Hadj unterstützte – die sogenannten „Messalisten“. Sie wurden in einem Krieg innerhalb des algerischen Befreiungskrieges von der FLN bis 1957 unter maßgeblicher Mithilfe Fanons ausgemerzt, wogegen Camus in anarchistischen Publikationen protestierte. Der Messalismus als Bewegung geriet innerhalb der europäischen Linken völlig in Vergessenheit. Er wird hier vorgestellt und es wird auf die noch heute nachwirkenden Folgen der Auseinandersetzung hingewiesen.

 

 

 ! Neuer Termin: Donnerstag 30.08.2018 19.00 Uhr

Kino Lumière Geismarlandstrasse 19

 

Über Grenzen
Vom Untergrund in die Favela
Autobiografie
Lesung & Diskussion mit dem Autor Lutz Taufer
 

Von der RAF in die Favela und zum Weltfriedensdienst: Das Leben Lutz
Taufers gleicht einer Suchbewegung, in der das gesamte Terrain der
westdeutschen radikalen Linken vermessen wird: Rebellion gegen die
verkrusteten Verhältnisse der Adenauerära in der badischen Provinz,
1968 in Freiburg, Basisgruppe Politische Psychologie in Mannheim,
Sozialistisches Patientenkollektiv in Heidelberg, Mitglied des
Kommandos Holger Meins der RAF, Besetzung der deutschen Botschaft
in Stockholm, mitverantwortlich für die Erschießung von zwei Geiseln,
20 Jahre Haft, ein Dutzend Hungerstreiks bis an den Rand des Todes,
nach der Freilassung ein Jahrzehnt Basisarbeit in den Favelas von Rio
de Janeiro, heute im Vorstand des Weltfriedensdienstes.
Die Bilanz seines bewegten Lebens lautet: Ohne entschiedenes
politisches Handeln lassen sich die versteinerten Verhältnisse, die für
die große Masse der Menschen dieses Planeten keine Perspektive
bieten, nicht verändern. Genauso gilt aber: Das Ziel einer befreiten
Gesellschaft muss sich in den Mitteln des Widerstands spiegeln. Und:
Befreiung fängt an der Basis an.
Die Autobiografie Lutz Taufers wurde mit dem Melusine-Huss-Preis
2017 ausgezeichnet.




Ziviles Peacekeeping in Myanmar

– Vortrag und Fotoshow

In Myanmar (ehem. Burma) schien es nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen und Militärdiktatur ruhiger zu werden, als 2011 die Demokratsierung begann. Doch im August 2017 eskalierte der Konflikt im Bundesstaat Rakhine und die muslimische Minderheit der Rohingya wurde großteils nach Bangladesh vertrieben, wo sie unter katastrophalen Bedingungen in riesigen Flüchtlingslagern lebt. Die Nichtregierungsorganisaton Nonviolent Peaceforce unterstützt seit 2012 den Friedensprozess in Myanmar und engagiert sich in den Flüchtlingslagern in Bangladesh. Outi Arajärvi, ehem. Vorstandsmitglied, berichtet von ihrem Besuch im Februar 2018.

Wann? Do. 07.06.2018, 19:30 Uhr Wo? Roter

Buchladen, Göttingen

Weitere Informatonen unter: www.epiz-goettingen.de

Facebook-Seite „EPIZ Götngen“ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 0551-388 76 35
Eine Kooperatonsveranstaltung des PromotorInnen-Programms des Entwicklungspolitschen Informatonszentrums Göttngen (EPIZ), der Regionale Bildungsstelle Nord des Programms Bildung trifft Entwicklung, des Bundes für soziale Verteidigung e.V., Niedersachsen entwickeln für eine Welt  sowie des Roten Buchladens.

 

 

DIE KACKE IST AM DAMPFEN! RASSISMUS IN

INDIEN UND DIE REVOLTE DER KASTEN  DER

LATRINEN- UND KANALREINIGERINNEN

 

Eine India Inside/Out Veranstaltung des CeMIS und

der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

Das Centre for Modern Indian Studies der Universität Göttingen und die Rosa-Luxemburg-Stiftung freuen sich, mit Bezwada Wilson von der NGO Safai Karmachari Andolan (SKA) einen legendären Aktivisten der  Antikastenbewegung zu einem Vortrag in Göttingen begrüßen zu können. Bezwada Wilson ist eine zentrale Person in dem Kampf der Kaste der Latrinen- und KanalarbeiterInnen gegen den brutalen Rassismus in Indien, der die Angehörigen dieser Kaste dazu zwingt, menschliche Fäkalien manuell zu entfernen. Die indische Regierungen nennt diese Praxis beschönigend „manual scavenging" (manuelle Müllabfuhr). Diese Praxis hält sich hartnäckig, obwohl es längst verboten ist, Menschen zu dieser Tätigkeit zu zwingen. Die kastenbasierte indische Polizei und Politik weigern sich, gegen Städte vorzugehen, die diese Praxis fortführen, und machen keine Anstalten, die Angehörigen der Kaste der Latrinen- und Kanalarbeiterinnen vor dieser gefährlichen, menschenverachtenden Tätigkeit zu schützen, die menschliches Leben und Potentiale brutal zerstört.

Nach dem Vortrag wird Bezwada Wilson mit Manuela Ott (Dalit Solidarität in Deutschland), Michael Gottlob (Koordinationsgruppe Indien von Amnesty International Deutschland und Thenmozhi Soundararajan (Equality Labs und Grüdungsmitglied des Dalit History Month) über die Bedeutung von internationaler Solidarität und internationalen Aktionen für den Kampf der Latrinen- und KanalarbeiterInnen diskutieren, um die indische Regierung zu zwingen, das Verbot dieser Praxis endlich rigoros durchzusetzen.

Im Anschluss an die Diskussion wird Rasika Ajotikar (Singer/Songwriter/Musikethnologin) Lieder aus der Antikastenbewegung im westlichen Indien singen.

Ort/Zeit: Dienstag,. 17. April, 19:30 Uhr

Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

 

 

 

 

 

 

 "Indonesien 1965ff."

Die Gegenwart eines Massenmordes

Lesung, Filmvorführung und Diskussion mit Anett Keller
am Dienstag, 23. Januar 2018 um 19 Uhr
im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Die antikommunistischen Massenmorde in Indonesien, denen Mitte der 1960er Jahre Hunderttausende Menschen zum Opfer fielen, zählen zu den furchtbarsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Der Westen unterstützte den Militärdiktator Suharto mit Geld und Logistik. Suharto revanchierte sich, indem er das größte und rohstoffreichste Land Südostasiens für westliche Firmen öffnete.

Das politische Lesebuch „Indonesien 1965ff. – Die Gegenwart eines Massenmordes“ ist der erste deutschsprachige Sammelband zum Thema, in dem ausschließlich indonesische AutorInnen zu Wort kommen. Überlebende berichten vom Mord an Verwandten und Freunden, von Haft und Folter; aber auch von der Solidarität jener, die der Entmenschlichung mutig die Stirn boten. WissenschaftlerInnen und AktivistInnen beschreiben, wie schwierig sich die Aufarbeitung der Vergangenheit angesichts bis in die Gegenwart zementierter Machtstrukturen und Denkmuster gestaltet.

Anett Keller, Journalistin und Herausgeberin von „Indonesien 1965ff.“, wird uns über die Hintergründe der Ereignisse berichten, über deren Auswirkungen bis in die Gegenwart und über das Bemühen progressiver sozialer Bewegungen, mit den alten Denkmustern der Suharto-Ära zu brechen. Besonderes Interesse erfährt dabei der Kampf der linken Frauenbewegung Gerwani, die im Zuge der Kommunistenverfolgung zerschlagen und deren Mitglieder brutal verfolgt wurden.

Im Anschluss an Vortrag/Lesung schauen wir gemeinsam den Kurzfilm "Api Kartini" (Das Feuer Kartinis) (Indonesisch mit engl. UT, 20 min). Der von indonesischen AktivistInnen (Kotak Hitam) produzierte Film begleitet weibliche ehemalige politische Häftlinge an den Ort ihrer Verbannung, ins ehemalige Frauenlager Plantungan. Dort waren viele von ihnen jahrelang ohne Gerichtsprozess interniert gewesen, wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Im Film kommen die Frauen direkt zu Wort. Sie geben uns nicht nur Einblick in das Leben im Lager und das Leid, das sie erfahren haben, sondern  geben uns auch ein eindrückliches Beispiel ihrer Überlebenskraft.




Liebe Leser*innen,
 
Ein famoses Fest erwartet Euch am 13.01.2018
im T-Keller. Ab 20.30 Uhr wird sich der gesamte
T-Keller der Welt des linken Buchhandels öffnen
und einen Abend voller Spiel und Spannung
eröffnen. Um selbige nicht zu sehr in die Höhe
schnellen zu lassen, kommt hier der Ablaufplan:
 
Ab 20:30 Uhr: Einlass
 
Ab 21:00 Uhr: Erzählcafé aus der Geschichte
des Roten Buchladens
 
Ab 22:00 Uhr: Lounge mit Tombola
 
Ab 23:00 Uhr: Show mit der famosen
Frau Doktor Verena Breit von Flach
 
Ab 23:30 Uhr: erwartet Euch eine gediegene
Feté mit 80er/Elektro/HipHop
(Musik halt).
 
Irgendwann ist dann Feierabend und alle dürfen
gut schlafen.
 
Bis Samstag!