Buchladen Rote Straße in Göttingen

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Veranstaltungen - Aktuell

 

 "Indonesien 1965ff."

Die Gegenwart eines Massenmordes

Lesung, Filmvorführung und Diskussion mit Anett Keller
am Dienstag, 23. Januar 2018 um 19 Uhr
im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Die antikommunistischen Massenmorde in Indonesien, denen Mitte der 1960er Jahre Hunderttausende Menschen zum Opfer fielen, zählen zu den furchtbarsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Der Westen unterstützte den Militärdiktator Suharto mit Geld und Logistik. Suharto revanchierte sich, indem er das größte und rohstoffreichste Land Südostasiens für westliche Firmen öffnete.

Das politische Lesebuch „Indonesien 1965ff. – Die Gegenwart eines Massenmordes“ ist der erste deutschsprachige Sammelband zum Thema, in dem ausschließlich indonesische AutorInnen zu Wort kommen. Überlebende berichten vom Mord an Verwandten und Freunden, von Haft und Folter; aber auch von der Solidarität jener, die der Entmenschlichung mutig die Stirn boten. WissenschaftlerInnen und AktivistInnen beschreiben, wie schwierig sich die Aufarbeitung der Vergangenheit angesichts bis in die Gegenwart zementierter Machtstrukturen und Denkmuster gestaltet.

Anett Keller, Journalistin und Herausgeberin von „Indonesien 1965ff.“, wird uns über die Hintergründe der Ereignisse berichten, über deren Auswirkungen bis in die Gegenwart und über das Bemühen progressiver sozialer Bewegungen, mit den alten Denkmustern der Suharto-Ära zu brechen. Besonderes Interesse erfährt dabei der Kampf der linken Frauenbewegung Gerwani, die im Zuge der Kommunistenverfolgung zerschlagen und deren Mitglieder brutal verfolgt wurden.

Im Anschluss an Vortrag/Lesung schauen wir gemeinsam den Kurzfilm "Api Kartini" (Das Feuer Kartinis) (Indonesisch mit engl. UT, 20 min). Der von indonesischen AktivistInnen (Kotak Hitam) produzierte Film begleitet weibliche ehemalige politische Häftlinge an den Ort ihrer Verbannung, ins ehemalige Frauenlager Plantungan. Dort waren viele von ihnen jahrelang ohne Gerichtsprozess interniert gewesen, wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Im Film kommen die Frauen direkt zu Wort. Sie geben uns nicht nur Einblick in das Leben im Lager und das Leid, das sie erfahren haben, sondern  geben uns auch ein eindrückliches Beispiel ihrer Überlebenskraft.




Liebe Leser*innen,
 
Ein famoses Fest erwartet Euch am 13.01.2018
im T-Keller. Ab 20.30 Uhr wird sich der gesamte
T-Keller der Welt des linken Buchhandels öffnen
und einen Abend voller Spiel und Spannung
eröffnen. Um selbige nicht zu sehr in die Höhe
schnellen zu lassen, kommt hier der Ablaufplan:
 
Ab 20:30 Uhr: Einlass
 
Ab 21:00 Uhr: Erzählcafé aus der Geschichte
des Roten Buchladens
 
Ab 22:00 Uhr: Lounge mit Tombola
 
Ab 23:00 Uhr: Show mit der famosen
Frau Doktor Verena Breit von Flach
 
Ab 23:30 Uhr: erwartet Euch eine gediegene
Feté mit 80er/Elektro/HipHop
(Musik halt).
 
Irgendwann ist dann Feierabend und alle dürfen
gut schlafen.
 
Bis Samstag!




 

 Das Kapital@150

Russische Revolution@100

 

Buchvorstellung und Diskussion mit Ingo Schmidt

 (Hrsg.)

 

Im Gefolge der Weltwirtschaftskrise 2008/09 hat das Interesse an Kapitalismusanalyse im Allgemeinen und Marxismus im Besonderen zugenommen. Außerdem gibt es eine Reihe von Protest- und Streikbewegungen, die auf eine tiefgreifende Legitimationskrise des neoliberal verfassten Kapitalismus, wenn nicht sogar auf einen zunehmenden Antikapitalismus, hinweisen. Diese Unmutsbekundungen haben aber der Fortführung neoliberaler Politik keinen Abbruch getan. Zudem tritt die Ablehnung des bestehenden Systems immer öfter in Form von Nationalismus, Rassismus und religiösem Fundamentalismus auf.

Eine »Kapital«-Lektüre, die vor diesem Hintergrund zum Verständnis der Gegenwart und der Entwicklung eines neuen sozialistischen Projektes beizutragen sucht, muss auch die Geschichte der verschiedenen sozialistischen Bewegungen seit dem Erscheinen des »Kapital« in Rechnung stellen. Dieser Band will einen Beitrag dazu liefern, diese Geschichte und insbesondere die zugrundeliegenden theoretischen Selbstverständigungsprozesse einer entsprechenden Neulektüre zugänglich zu machen.

 

02.11.2017 um 19.00 Uhr im Buchladen Rote Strasse

 

 

 

 

 

Talking about the Revolution

- Schreiben als Widerstand

 

Poesie und Gespräch zur Syrischen Revolution

und dem Leben unter dem

Assad Regime mit der Literatin

Lina Atfah und Christin Luettich.

                                                     

In arabischer Sprache mit deutscher Übersetzung

 

Freitag, 27.10.2017 um 19:00 Uhr

                  Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

 

Was bedeutet widerständiges Schreiben in einer Diktatur, und noch dazu als Frau? Die syrische Literatin Lina Atfah musste dies mit allen Konsequenzen aus ganz persönlicher Erfahrung erleben. Über 10 Jahre waren ihr Veröffentlichungen und jegliche Auftritte verboten.  Als  Verfolgte  des  Assad  Regimes  entfloh sie schließlich den Repressionen nach Deutschland. Nun möchte sie berichten. Und endlich schreiben.

Mit  dem  Projekt  Talking  about  the  Revolution  erarbeiten   in   Deutschland   lebende   Menschen   aus der  aktiven,  syrischen  Zivilgesellschaft  gemeinsam mit der Organisation Adopt a Revolution Veranstaltungen, um ihre eigenen Perspektiven auf die Situation in Syrien für ein deutsches Publikum zugänglicher  zu  machen.  Dabei  stehen  die  Erlebnisse  des Lebens unter der Diktatur und die Bedeutung ziviler Selbstorganisation  während  und  nach  der  Revolution im Vordergrund. Mit diesen sehr persönlichen Geschichten  eröffnet  sich  eine  neue  Sicht  auf  ein Syrien, das zunehmend von Militarisierung,  geopolitischen  Strategiekämpfen  und  der  Radikalisierung  verschiedener Gruppierungen betroffen ist.

Poesie und Gespräch zur Syrischen Revolution mit Literatin Lina Atfah und Christin Luettich von Adopt a  Revolution. Arabisch mit deutscher Übersetzung.

 

 Eine Kooperationsveranstaltung von Adopt a Revolution, Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak), AK Asyl und Buchladen Rote Straße. Infos: Tel. 487141, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.ifak-goettingen.de

Gefördert mit den Mitteln der Stadt Göttingen.