Buchladen Rote Straße in Göttingen

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Veranstaltungen - Aktuell

  

 

Commonismus – Begründete Möglichkeit ökologisch-solidarischer Vergesellschaftung 
Referent: Simon Sutterlütti
Zeit: Mittwoch, 3.7., 19:30
Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7
 
 
Die hoffnungsvollen Utopien, Sozialismus und Kommunismus, sind für breite Bevölkerungsschichten verloren und sogar für viele Linke eher Wunschträume als reale Möglichkeiten. Diese Alternativlosigkeit und utopisches Wünschen sollte durch einen utopischen Streit um realer Möglichkeiten ersetzt werden. Utopische Diskussion ist jedoch kein Selbstzweck oder bloßes Mittel um ‚die Massen‘ zu bewegen, sondern die notwendige Bedingung um die Überwindung des Kapitalismus zu denken. Je deutlicher die Utopie begriffen wird, umso klarer kann die Überwindung diskutiert und umgesetzt werden. 
 
Der Commonismus ist eine global-hocharbeitsteilige Utopie jenseits staatlich-autoritärer Zentralplanung, jenseits nationaler, patriarchaler, rassistischer Herrschaft, jenseits von Markt und (Lohn-)Arbeit. Der Commonismus ist eine Gesellschaft, in welcher die Bedürfnisbefriedigung der Einen nicht auf Kosten der Anderen geht. Eine Gesellschaft, in welcher ich meine Bedürfnisse besser befriedigen kann, wenn ich die Bedürfnisse anderer einbeziehe. Eine Inklusionsgesellschaft „ worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Marx/Engels). Der Commonismus verlangt keine ‚guten‘, altruistischen Menschen, er erlaubt es uns andere einzubeziehen - und hilft stellenweise etwas nach. Warum der Commonismus kein Wunschtraum, sondern begründete Möglichkeit ist; und welche gesellschaftlichen Bedingungen die Inklusionsdynamik erzeugen, will der Vortrag darstellen. Nach ca. 40' Input gibt es Zeit für Diskussion und Austausch.
 Veranstalter: Falken Göttingen

 

Der Weltladen wird 45! …

 … fast so alt wie der Buchladen, und feiert seinen Geburtstag in der Woche vom 1. Juli bis zum 6. Juli – wir gratulieren ganz herzlich!

 Aber wir gratulieren nicht nur, wir feiern auch ein wenig mit. Am Samstag, den 6. Juli, kann, wer will, im Weltladen Wein und Schokolade verkosten (ab 14.00 Uhr), und passend dazu gibt’s im Buchladen ab 15.30 Uhr literarische Häppchen – der Buchladen hat also am 6. Juli länger geöffnet.

 Während sich kaum jemand nichts unter Schokolade und Wein vorstellen kann, sind literarische Häppchen eher etwas Unbekannteres: das Buchladen-Kollektiv stellt kurz Bücher vor, die uns, je individuell, gefallen haben … formlos und frei von der Leber weg und nicht ausufernd. Natürlich können die Bücher, wenn die Begeisterung überspringt, auch käuflich erworben werden.

 Außerdem kann, wer Lust hat, auch gern selbst ein Lieblingsbuch vorstellen – der Nachmittag ist als offener Austausch gedacht (es wäre nett, wenn jene, die sich eine Buchvorstellung vorstellen können, vorher kurz bei uns im Laden melden könnten, aber es geht natürlich auch ohne vorherige Absprache; wir sind flexibel).

 Und wenn es keine Bücher mehr zum Vorstellen gibt, stehen wir bis 18.00 oder 18.30 Uhr (um 19.00 veranstaltet der Weltladen ein Konzert) für Fragen jeder Art nach Büchern, Lieblingsbüchern und dem literarischen Betrieb zur Verfügung.

 Literarische Häppchen im Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 7, ab 15.30 Uhr

  

Gioconda Belli: „Nicaragua – hasta que seamos libres –

bis dass wir frei sind“

Montag, 25. März um 19:00 Uhr im Alten Rathaus,

Markt, Göttingen

„Bis dass wir frei sind“– unter diesem Motto geht die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli auf Deutschlandtour.

Am Montag, 25. März um 19 Uhr, tritt sie mit Grupo Sal und Lutz Kliche mit einer Konzert-Lesung im Alten Rathaus in Göttingen auf und bezieht Stellung zur aktuellen Lage in ihrem Heimatland.

Die international anerkannte Autorin und Lyrikerin Gioconda Belli ist seit der sandinistischen Revolution politisch engagiert und macht sich für Frauenrechte stark. Sie brach früh mit traditionellen Rollenzuschreibungen und schreibt für das weibliche Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und für die Emanzipation der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen. In der aktuellen politischen Lage in Nicaragua steht sie der Präsidentschaft Ortegas äußerst kritisch gegenüber und fordert eine Ende der Repression. „Ich werde nicht sterben, ohne das befreite Land zu sehen“, verkündete sie im Frühjahr 2018.

Die Regierung in Managua geht mit äußerster Gewalt gegen eine breite Protestbewegung vor, die im April 2018 wegen geplanter Renteneinschnitte erstmals auf die Straße ging. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte, und viele Menschen verlassen das Land. Einige Nicht-Regierungsorganisationen wurden bereits verboten. Es herrschen Angst und Repression.

Mit ihren kritischen Texten verleiht sie den Menschen ihres Landes eine Stimme. Lutz Kliche übersetzt und berichtet aus Nicaragua. Das Grupo Sal Duo Aníbal Civilotti und Fernando Dias Costa begleiten sie musikalisch.

Der Abend wird vom Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (Ifak) in Kooperation mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. veranstaltet.

Der Vorverkauf startet am 20. Februar im Roten Buchladen, bei Contigo und der Göttinger Touristeninformation. Der Eintritt beträgt im Vorverkauf 15 Euro, ermäßigt 10 Euro und an der Abendkasse regulär 17 Euro  und ermäßigt 12 Euro. Einlass ist um 18:30 Uhr.

 

Veranstaltet von: Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak) in Kooperation mit 'EPIZ' und dem 'ven'  (Verband entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.)

gefördert vom Land Niedersachsen, 'KED', der Stadt Göttingen und der 'khg' (Katholische Hochschulgemeinde)