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Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen

Zur Geschichte und Gegenwart von Häuserkämpfen

 

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus

 

“Häuserkampf I - ‘Wir wollen alles’ der Beginn einer Bewegung”
2012, Laika-Verlag

 

Mo. 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen Rote Straße

 

 | Nikolaikirchhof 7 | 37073 Göttingen

 

Verantaltet von

 

Wohnrauminitiative Göttingen | www.facebook.com/wohnrauminitiative

 

Buchladen Rote Straße | www.roter-buchladen.de

 

Untertstützt von

 

Basisgruppe Medizin Göttingen | www.bgmed.org

 

Laika Verlag | www.laika-verlag.de

 



Veranstaltung: Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen... - Zur Geschichte
und Gegenwart von Häuserkämpfen

 

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus "Häuserkampf I"

 

Montag 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen "Rote Strasse" | Nikolaikirchhof 7 |
37073 Göttingen

 

Buch “Häuserkampf I”, ISBN: 978-3-942281-05-8, 296 Seiten, Laika Verlag

 

Wohnungsnot, steigende Mieten, Verdrängung von Menschen mit weniger Geld in
die Randbereiche der Städte... was genau wie die aktuelle Lage klingt hat in der
BRD lange Tradition: Wohnen wird zum Wertfaktor. In den 1960ern, 70ern, 80ern
formierte sich in vielen Städten Widerstand und die Menschen nahmen sich den
Lebensraum den sie brauchten, sodass in Berlin zwischenzeitlich über 160 Häuser
besetzt waren. Initiativen aus Studierenden und Bürger_innen wehrten sich gegen
Investor_innenpläne im Frankfurter Westend und besetzten Häuser oder dergleichen
mehr.

 

Über die Erfahrungen emanzipatorischer Bewegungen zum Thema Wohnraum berichtet
das Buch von dem Autor_innen-Team um Wolf Wetzel, dass im Laika Verlag
erschienen ist. Auch in Göttingen wird sozialer Wohnungsbau wenig gefördert und
Studierendenwohnheime sind mal mehr, mal weniger offen von Schließung bedroht.
Außerdem konkurrieren die Studierenden mit Wenigverdiener_innen um bezahlbaren
Wohnraum, stellt sich die Frage: Welchen Anteil haben wir als Studierende an
der Wohnungsnot? Welchen Anteil haben die Stadtherren daran und was lässt sich
aus den vergangenen Kämpfen um bezahlbaren und selbstbestimmten Wohnraum
lernen?

 

Die Antwort auf die Frage "Wem gehört die Stadt" sollten wir weder Investoren noch
städtischen Planer_innen überlassen. Mit der autonomen Begehung der Geiststraße
10 und der darauf folgenden spontanen Besetzung und Räumung wurde Anfang
dieses Jahres klar, dass in Göttingen diese Frage unter den Nägeln brennt – zumal
es genug Wohnraum gibt, der leer steht, und trotzdem Menschen nach Wohnraum
suchen, der noch bezahlbar ist.

 

Wolf Wetzel hat jahrelang als Aktivist und Autor zur Thematik Häuserkämpfe,
Stadtpolitik und Stadtteilinitiativen gearbeitet, er schreibt mit an der Buchreihe zu
Häuserkämpfen in der Bibliothek des Widerstandes die im Laika Verlag erscheint. Die
Wohnrauminitiative Göttingen wird einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage
der bedrohten Wohnheime in Göttingen geben. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit
zur Diskussion mit dem Autor und der Wohnrauminitiative.

 

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

 

Veranstaltet von:

 

Wohnraumintiative Göttingen Buchladen Rote Straße

 

www.facebook.com/wohnrauminitiative | www.roter-buchladen.de

 

Gefördert durch: Basisgruppe Medizin | www.bgmed.org

 

 Laika Verlag | www.laika-verlag.de

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Rachel Margolis:

 

Als Partisanin in Wilna

Erinnerungen an den jüdischen Widerstand in Litauen

Buchvorstellung durch die  Übersetzerin Franziska Bruder

 

Rachel Margolis' Autobiographie berichtet über das Leben in der Stadt Wilna und dem Wilnaer Ghetto,

über die Flucht in die Wälder und den schwierigen Kampf als jüdische Partisanin.

Franziska Bruder, die Übersetzerin, skizziert zudem die aktuellen Entwicklungen des staatlichen

Umgangs mit ehemaligem PartisanInnen in Litauen.

Mittwoch, den 12.Dezember, 19.30 Uhr im Buchladen Rote Strasse,

 

Die Veranstaltung vom Buchladen Rote Strasse und der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V. finder im Rahmen der Bündnisreihe 'Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus' statt.

 

 

 

 

ak wantok (Hg.)

Perspektiven autonomer Politik

Der ak wantok hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen.Der Textsammlung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die autonome Bewegung nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der neueren Geschichte linksradikalen Widerstands in Europa darstellt, sondern dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der auch zukünftig das Schaffen und Verteidigen gegenkultureller Räume ebenso ermöglichen und stärken kann wie den Kampf gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Aus der Einleitung: »Autonome Diskussionen finden auf Treffen statt, auf Veranstaltungen und Demos, in Szeneblättern und Internet-Foren. Sie sind breit gefächert, vielfältig und komplex, und das ist gut so. Manchmal jedoch scheinen den Diskussionen gemeinsame Referenzpunkte zu helfen, die Debatten zusammenfassen, zueinander in Beziehung setzen und in historische Zusammenhänge rücken. Dies kann zu mehr Klarheit führen, noch einmal neue Perspektiven ermöglichen und Grundlagen für weitere lebendige Diskussionen schaffen.«

ISBN 978-3-89771-500-4
400 Seiten | 18.00 Euro 

Göttingen 1.9.2010

20:00 Uhr
Theaterkeller
Geismarlandstraße 19
37083 Göttingen

Veranstaltungen - Aktuell (2)

 


und juristischen Alltag
Referentin: Cécile Lecomte
28. März, Roter Buchladen (Nikolaikirchhof) und 19 Uhr
!
„Wie fühlt es sich oben in einer Baumkrone über der Castorstrecke an? Gibt es ein Gesetz à la
„Du sollst dich ausschließlich horizontal bewegen“? Warum interessiert sich der
Verfassungssch(m)utz mehr für's Baumklettern als für mordende Neonazis? Wie fühlt sich eine
Überwachung „mit besonderen technischen Mitteln“ an? Und im Gefängnis? Warum sitze ich
wegen fünf Euro oder etwas mehr dort „freiwillig“ ein? Wie gehe ich mit dem Tod eines
Mitkämpfers um? Was ist vom Spruch „Im Namen des Volkes“ zu halten?“ (Cécile Lecomte)
Cécile Lecomte ist eine Umweltaktivistin und wird auch das Eichhörnchen genannt. Die meisten
ihrer Aktionen stehen im Kontext der Anti-Atom-Bewegung und finden in Form von
Kletteraktionen statt.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion.
2014
28.
MÄRZ
Hans-

Christian Dany

Hans-Christian Dany

MORGEN WERDE ICH IDIOT

Kybernetik und Kontrollgesellschaft

Lesung und Diskussion

Lesung und Diskussion

Donnerstag, 28.November 2013, 20 Uhr Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Hans-Christian Danys Essay zeichnet die Geschichte der Kybernetik seit den vierziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach und zeigt, wie Elemente und Begriffe dieser Wissenschaft in anderen Bereichen der Gesellschaft Einzug gehalten haben, die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form bestimmen und aufrechterhalten.

Die Wissenschaft der Kybernetik untersucht biologische, maschinelle und gesellschaftliche Systeme. Sie erforscht deren Prinzipien wie Selbsterhaltung, Selbstregulation und Rückkoppelung. Bestimmend war und ist die Frage der Erhaltung des Systemgleichgewichts.

Dany stellt die These auf, dass die Kontroll- und Machtstrukturen der heutigen Gesellschaft auf dem kybernetischen Modell sich selbst erhaltender Systeme basieren. Ob in der Arbeitswelt, in der Politik, im Alltag oder in sozialen Netzwerken: Jeder/r beobachtet sich selbst und wird von anderen beobachtet. Ein Prozess ständiger Selbstoptimierung ist in Gang gesetzt worden, ist gesellschaftlich akzeptiert. Dies bezeichnet Dany als kybernetisch-kapitalistische Regulationsmaschine. Protest und Widerstand werden als Störung im kapitalistischen System registriert, können aber meist integriert werden.

Dany fragt nach Formen des Protests, die nicht integrierbar sind. Idiot sein, im alten Sinn des Wortes: Privatmensch, keine prozessierbare Kommunikation betreiben, sich ausschließen und der Kontrollmaschine entziehen, sieht er als eine Möglichkeit an.

Für die Praxis autonomer und basisdemokratischer Politik gilt es zu überlegen und zu diskutieren, welche Formen des Protestes entwickelt werden können, die sich im ‚Außerhalb’ bewegen, eine Erfassbarkeit und Integration unmöglich machen.

Hans-Christian Dany, geboren 1966 in Hamburg. Künstler, Autor, lebt in Hamburg. Zuletzt erschien von Dany bei Edition Nautilus Speed. Eine Gesellschaft auf Droge (2008, NA 2012).

veranstaltet von Theaterkeller e.V. & Buchladen Rote Straße

Hans-Christian Dany

 

 

 

 

 

"Syrien zwischen Aufstand und Bürgerkrieg "

 

 

 

Do., 14.11.’13 | 19:30 h | Buchladen „Rote Straße“, Nikolaikirchhof 7

 

 

 

Vor über 2 Jahren begann der Aufstand gegen die Diktatur Bashar Al-Assads in Syrien. Massenhaft gingen Menschen gegen politische Repression und die wirt-schaftliche Situation in fast allen Landesteilen auf die Strasse. Im Norden vertrieben kurdische Kräfte regimetreue Polizei- und Militäreinheiten und bauten Selbstver-waltungsstrukturen auf.
Von Anfang an ging das Assad-Regime mit tödlicher Gewalt gegen Demonstrationen und Versammlungen vor. Die Regio-nalmächte Katar, Saudi-Arabien und Türkei nutzten die Situation, um ihre Machtstellung auszubau-en, bewaffneten den Aufstand, suchten sich genehme Oppositi-onsgruppen wie die Muslimbrü-der und schleusten Djihadisten ins Land. Gemeinsam mit der Propaganda der Assad-Regierung trugen sie zu konfessionellen und ethnischen Spannungen bei und eskalierten den Aufstand zum Bürgerkrieg. Ein Bürgerkrieg, der schon lange internationalisiert ist und inzwischen mit der Hisbollah auch in den Libanon und den Iran reicht; in dem es bis heute Hunderttausende von Toten und Millionen von Flüchtlingen gegeben hat. Lokale Komitees werden im Bürgerkrieg aufgerieben.
Nach dem Einsatz von Giftgas mit über eintausend Toten steht nun, nach einer noch nicht abgeschlossenen, kurzen Phase der militärischen Intervention , nur noch die Debatte um die Zerstörung der Giftgasbestände im Zentrum der medialen Aufmerk-samkeit und das bange Warten auf Genf II, die große Syrienkonferenz.
Die Hintergründe der Kämpfe und des Aufstands, die verweigerte Soli-darität mit diesem und die Genese des eskalierenden Bürgerkriegs und letztlich die geostrategische und mediale Begleitung des aktuellen Völkermords wird der Referent Mar-tin Glasenapp erläutern.
Der Referent Martin Glasenapp ist stellvertretender Leiter der Öffent-lichkeitsarbeit von medico internatio-nal und begleitete für die Nichtregie-rungsorganisation die Initiative „a-dopt a revolution“, die bis heute den zivilen Widerstand gegen Assad un-terstützt.

 

 

 

Veranstalter_innen: AK Asyl Göttingen, EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum), Buchla-den „Rote Straße“, antirassistische aktionsplenum (arap), AK Internationalismus

Leben als Politik

-Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern-

Buchvorstellung mit Asef Bayat

Asef Bayat bietet uns in seinem Buch „Leben als Politik“ einen neuen Weg zum Verständnis der Menschen und Kämpfe in den Gesellschaften des Nahen Ostens an. Er zeigt uns, dass nicht nur unsere Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung eurozentriert sind, sondern auch, dass das theoretische Instrumentarium, mit dem wir Gesellschaften betrachten, nicht in der Lage ist, die sozialen Konflikte in den Gesellschaften des Nahen Ostens wahrzunehmen.

Die Bewegungen im Nahen Osten werden getragen von ganz normalen Menschen (ordinary people). Ausgehend von ihren Primärbeziehungen (vor allem Verwandtschaft) organisieren diese ihren Alltag und versuchen ihr Leben zu verbessern. Diese Bewegungen sind nicht formell organisiert und bilden auch keine festen politischen Strukturen und Autoritäten heraus. Sie versuchen auch nicht, durch an den Staat gestellte Forderungen ihre Situation zu verändern.

Es sind statt dessen Prozesse, deren AkteurInnen ganz normale Menschen sind, in ihrem Bemühen um eine unmittelbare Verbesserung ihres alltäglichen Lebens. Und sie machen dies gemeinsam mit jenen, mit denen sie ihren Lebensalltag bewältigen müssen, vor allem mit ihrer (erweiterten) Familie.

Dabei erobern sie immer größere Bereiche des öffentlichen Raums. Wenn sie Erfolg damit haben, finden sie NachahmerInnen. Wenn nicht, weichen sie zurück. Ausgehend von praktischen Alltagsnöten und -wünschen massifiziert sich ein Verhalten, ohne das es einer formellen Organisierung bedarf. Bayat bezeichnet diese 'kollektiven Aktionen nicht-kollektiver AkteurInnen', die sich durch ihr stilles Vordringen in die öffentliche Sphäre konstituieren, als 'soziale nicht-Bewegungen'.

Asef Bayat liefert uns mit seinem Buch einen neuen Zugang zu den Menschen und gesellschaftlichen Prozessen im Nahen Osten. Und obwohl sein Buch vor den aktuellen Kämpfen in der Region seit 2011 ('Arabischer Frühling') entstand, gibt er uns ein neues Verständnis für deren Hintergründe.

Asef Bayat möchte uns sein Buch vorstellen und mit uns darüber diskutieren:

Mittwoch, den 29. Mai 2013

20 Uhr

Buchladen Rote Straße

Nikolaikirchhof 7

37073 Göttingen

 

 

VeranstalterInnen: Institut für angewandte Kulturforschung, Ak Internationalismus, aut, FSR Philosophische Fakultät

 

 

 

Hunderte solcher Helden«:

 

Der Aufstand jüdischer Gefangener im

 

NS-Vernichtungslager Sobibór

 

Der ver.di Ortsverein und die VVN-BdA laden gemeinsam mit dem Roten Buchladen ein zur    Lesung  mit der Autorin Franziska Bruder, Historikerin aus Berlin,

 

am 22. Mai 2013, 19:00h

 

im Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

 

In Sobibór wurden etwa 170.000 Menschen ermordet, in ihrer überwältigenden Mehrheit europäische Juden, vor allem aus Polen, Holland, Belarus, Russland, der Ukraine und der Slowakei. Sobibór war ein reines Vernichtungslager, die Juden wurden nach der Ankunft direkt in die Gaskammer geführt. Lediglich 550-600 Juden wurden für Arbeiten im Lager und rund um den Vernichtungsvorgang selektiert.
Der Aufstand der Juden in Sobibór ist eines der eindringlichsten Beispiele gegen die These, Juden hätten sich wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen. Im ersten Teil des Buches geht Franziska Bruder den Fragen nach, wer die Akteure des Aufstands waren: Woher kamen sie? Verfügten sie über politische, organisatorische oder konspirative Erfahrungen? Welche Voraussetzungen mussten erfüllt sein, um die Zeit nach dem Aufstand bis zur Befreiung überleben zu können?

 

Es folgt in einem zweiten Teil die Dokumentation vier beispielhafter Überlebendenberichte, darunter der des militärischen Anführers des Aufstands, Aleksandr Petscherskij.

 

 

 


 

 

MORGEN WERDE ICH IDIOT

Kybernetik und Kontrollgesellschaft

Lesung und Diskussion

Lesung und Diskussion

Donnerstag, 28.November 2013, 20 Uhr Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Hans-Christian Danys Essay zeichnet die Geschichte der Kybernetik seit den vierziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach und zeigt, wie Elemente und Begriffe dieser Wissenschaft in anderen Bereichen der Gesellschaft Einzug gehalten haben, die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form bestimmen und aufrechterhalten.

Die Wissenschaft der Kybernetik untersucht biologische, maschinelle und gesellschaftliche Systeme. Sie erforscht deren Prinzipien wie Selbsterhaltung, Selbstregulation und Rückkoppelung. Bestimmend war und ist die Frage der Erhaltung des Systemgleichgewichts.

Dany stellt die These auf, dass die Kontroll- und Machtstrukturen der heutigen Gesellschaft auf dem kybernetischen Modell sich selbst erhaltender Systeme basieren. Ob in der Arbeitswelt, in der Politik, im Alltag oder in sozialen Netzwerken: Jeder/r beobachtet sich selbst und wird von anderen beobachtet. Ein Prozess ständiger Selbstoptimierung ist in Gang gesetzt worden, ist gesellschaftlich akzeptiert. Dies bezeichnet Dany als kybernetisch-kapitalistische Regulationsmaschine. Protest und Widerstand werden als Störung im kapitalistischen System registriert, können aber meist integriert werden.

Dany fragt nach Formen des Protests, die nicht integrierbar sind. Idiot sein, im alten Sinn des Wortes: Privatmensch, keine prozessierbare Kommunikation betreiben, sich ausschließen und der Kontrollmaschine entziehen, sieht er als eine Möglichkeit an.

Für die Praxis autonomer und basisdemokratischer Politik gilt es zu überlegen und zu diskutieren, welche Formen des Protestes entwickelt werden können, die sich im ‚Außerhalb’ bewegen, eine Erfassbarkeit und Integration unmöglich machen.

Hans-Christian Dany, geboren 1966 in Hamburg. Künstler, Autor, lebt in Hamburg. Zuletzt erschien von Dany bei Edition Nautilus Speed. Eine Gesellschaft auf Droge (2008, NA 2012).

veranstaltet von Theaterkeller e.V. & Buchladen Rote Straße

Hans-Christian Dany

 

 
 
"Syrien zwischen Aufstand und Bürgerkrieg "
 
Do., 14.11.’13 | 19:30 h | Buchladen „Rote Straße“, Nikolaikirchhof 7
 
Vor über 2 Jahren begann der Aufstand gegen die Diktatur Bashar Al-Assads in Syrien. Massenhaft gingen Menschen gegen politische Repression und die wirt-schaftliche Situation in fast allen Landesteilen auf die Strasse. Im Norden vertrieben kurdische Kräfte regimetreue Polizei- und Militäreinheiten und bauten Selbstver-waltungsstrukturen auf.
Von Anfang an ging das Assad-Regime mit tödlicher Gewalt gegen Demonstrationen und Versammlungen vor. Die Regio-nalmächte Katar, Saudi-Arabien und Türkei nutzten die Situation, um ihre Machtstellung auszubau-en, bewaffneten den Aufstand, suchten sich genehme Oppositi-onsgruppen wie die Muslimbrü-der und schleusten Djihadisten ins Land. Gemeinsam mit der Propaganda der Assad-Regierung trugen sie zu konfessionellen und ethnischen Spannungen bei und eskalierten den Aufstand zum Bürgerkrieg. Ein Bürgerkrieg, der schon lange internationalisiert ist und inzwischen mit der Hisbollah auch in den Libanon und den Iran reicht; in dem es bis heute Hunderttausende von Toten und Millionen von Flüchtlingen gegeben hat. Lokale Komitees werden im Bürgerkrieg aufgerieben.
Nach dem Einsatz von Giftgas mit über eintausend Toten steht nun, nach einer noch nicht abgeschlossenen, kurzen Phase der militärischen Intervention , nur noch die Debatte um die Zerstörung der Giftgasbestände im Zentrum der medialen Aufmerk-samkeit und das bange Warten auf Genf II, die große Syrienkonferenz.
Die Hintergründe der Kämpfe und des Aufstands, die verweigerte Soli-darität mit diesem und die Genese des eskalierenden Bürgerkriegs und letztlich die geostrategische und mediale Begleitung des aktuellen Völkermords wird der Referent Mar-tin Glasenapp erläutern.
Der Referent Martin Glasenapp ist stellvertretender Leiter der Öffent-lichkeitsarbeit von medico internatio-nal und begleitete für die Nichtregie-rungsorganisation die Initiative „a-dopt a revolution“, die bis heute den zivilen Widerstand gegen Assad un-terstützt.
 
Veranstalter_innen: AK Asyl Göttingen, EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum), Buchla-den „Rote Straße“, antirassistische aktionsplenum (arap), AK Internationalismus

 

 

 

 

 

Leben als Politik

-Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern-

Buchvorstellung mit Asef Bayat

Asef Bayat bietet uns in seinem Buch „Leben als Politik“ einen neuen Weg zum Verständnis der Menschen und Kämpfe in den Gesellschaften des Nahen Ostens an. Er zeigt uns, dass nicht nur unsere Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung eurozentriert sind, sondern auch, dass das theoretische Instrumentarium, mit dem wir Gesellschaften betrachten, nicht in der Lage ist, die sozialen Konflikte in den Gesellschaften des Nahen Ostens wahrzunehmen.

Die Bewegungen im Nahen Osten werden getragen von ganz normalen Menschen (ordinary people). Ausgehend von ihren Primärbeziehungen (vor allem Verwandtschaft) organisieren diese ihren Alltag und versuchen ihr Leben zu verbessern. Diese Bewegungen sind nicht formell organisiert und bilden auch keine festen politischen Strukturen und Autoritäten heraus. Sie versuchen auch nicht, durch an den Staat gestellte Forderungen ihre Situation zu verändern.

Es sind statt dessen Prozesse, deren AkteurInnen ganz normale Menschen sind, in ihrem Bemühen um eine unmittelbare Verbesserung ihres alltäglichen Lebens. Und sie machen dies gemeinsam mit jenen, mit denen sie ihren Lebensalltag bewältigen müssen, vor allem mit ihrer (erweiterten) Familie.

Dabei erobern sie immer größere Bereiche des öffentlichen Raums. Wenn sie Erfolg damit haben, finden sie NachahmerInnen. Wenn nicht, weichen sie zurück. Ausgehend von praktischen Alltagsnöten und -wünschen massifiziert sich ein Verhalten, ohne das es einer formellen Organisierung bedarf. Bayat bezeichnet diese 'kollektiven Aktionen nicht-kollektiver AkteurInnen', die sich durch ihr stilles Vordringen in die öffentliche Sphäre konstituieren, als 'soziale nicht-Bewegungen'.

Asef Bayat liefert uns mit seinem Buch einen neuen Zugang zu den Menschen und gesellschaftlichen Prozessen im Nahen Osten. Und obwohl sein Buch vor den aktuellen Kämpfen in der Region seit 2011 ('Arabischer Frühling') entstand, gibt er uns ein neues Verständnis für deren Hintergründe.

Asef Bayat möchte uns sein Buch vorstellen und mit uns darüber diskutieren:

Mittwoch, den 29. Mai 2013

20 Uhr

Buchladen Rote Straße

Nikolaikirchhof 7

37073 Göttingen

 

VeranstalterInnen: Institut für angewandte Kulturforschung, Ak Internationalismus, aut, FSR Philosophische Fakultät

 

 

Hunderte solcher Helden«:

Der Aufstand jüdischer Gefangener im

NS-Vernichtungslager Sobibór

Der ver.di Ortsverein und die VVN-BdA laden gemeinsam mit dem Roten Buchladen ein zur    Lesung  mit der Autorin Franziska Bruder, Historikerin aus Berlin,

am 22. Mai 2013, 19:00h

im Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

In Sobibór wurden etwa 170.000 Menschen ermordet, in ihrer überwältigenden Mehrheit europäische Juden, vor allem aus Polen, Holland, Belarus, Russland, der Ukraine und der Slowakei. Sobibór war ein reines Vernichtungslager, die Juden wurden nach der Ankunft direkt in die Gaskammer geführt. Lediglich 550-600 Juden wurden für Arbeiten im Lager und rund um den Vernichtungsvorgang selektiert.
Der Aufstand der Juden in Sobibór ist eines der eindringlichsten Beispiele gegen die These, Juden hätten sich wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen. Im ersten Teil des Buches geht Franziska Bruder den Fragen nach, wer die Akteure des Aufstands waren: Woher kamen sie? Verfügten sie über politische, organisatorische oder konspirative Erfahrungen? Welche Voraussetzungen mussten erfüllt sein, um die Zeit nach dem Aufstand bis zur Befreiung überleben zu können?

Es folgt in einem zweiten Teil die Dokumentation vier beispielhafter Überlebendenberichte, darunter der des militärischen Anführers des Aufstands, Aleksandr Petscherskij.

 


Die Häuser den Leuten ...

Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen

Zur Geschichte und Gegenwart von Häuserkämpfen

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus

“Häuserkampf I - ‘Wir wollen alles’ der Beginn einer Bewegung”
2012, Laika-Verlag

Mo. 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen Rote Straße

 | Nikolaikirchhof 7 | 37073 Göttingen

Verantaltet von

Wohnrauminitiative Göttingen | www.facebook.com/wohnrauminitiative

Buchladen Rote Straße | www.roter-buchladen.de

Untertstützt von

Basisgruppe Medizin Göttingen | www.bgmed.org

Laika Verlag | www.laika-verlag.de



Veranstaltung: Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen... - Zur Geschichte
und Gegenwart von Häuserkämpfen

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus "Häuserkampf I"

Montag 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen "Rote Strasse" | Nikolaikirchhof 7 |
37073 Göttingen

Buch “Häuserkampf I”, ISBN: 978-3-942281-05-8, 296 Seiten, Laika Verlag

Wohnungsnot, steigende Mieten, Verdrängung von Menschen mit weniger Geld in
die Randbereiche der Städte... was genau wie die aktuelle Lage klingt hat in der
BRD lange Tradition: Wohnen wird zum Wertfaktor. In den 1960ern, 70ern, 80ern
formierte sich in vielen Städten Widerstand und die Menschen nahmen sich den
Lebensraum den sie brauchten, sodass in Berlin zwischenzeitlich über 160 Häuser
besetzt waren. Initiativen aus Studierenden und Bürger_innen wehrten sich gegen
Investor_innenpläne im Frankfurter Westend und besetzten Häuser oder dergleichen
mehr.

Über die Erfahrungen emanzipatorischer Bewegungen zum Thema Wohnraum berichtet
das Buch von dem Autor_innen-Team um Wolf Wetzel, dass im Laika Verlag
erschienen ist. Auch in Göttingen wird sozialer Wohnungsbau wenig gefördert und
Studierendenwohnheime sind mal mehr, mal weniger offen von Schließung bedroht.
Außerdem konkurrieren die Studierenden mit Wenigverdiener_innen um bezahlbaren
Wohnraum, stellt sich die Frage: Welchen Anteil haben wir als Studierende an
der Wohnungsnot? Welchen Anteil haben die Stadtherren daran und was lässt sich
aus den vergangenen Kämpfen um bezahlbaren und selbstbestimmten Wohnraum
lernen?

Die Antwort auf die Frage "Wem gehört die Stadt" sollten wir weder Investoren noch
städtischen Planer_innen überlassen. Mit der autonomen Begehung der Geiststraße
10 und der darauf folgenden spontanen Besetzung und Räumung wurde Anfang
dieses Jahres klar, dass in Göttingen diese Frage unter den Nägeln brennt – zumal
es genug Wohnraum gibt, der leer steht, und trotzdem Menschen nach Wohnraum
suchen, der noch bezahlbar ist.

Wolf Wetzel hat jahrelang als Aktivist und Autor zur Thematik Häuserkämpfe,
Stadtpolitik und Stadtteilinitiativen gearbeitet, er schreibt mit an der Buchreihe zu
Häuserkämpfen in der Bibliothek des Widerstandes die im Laika Verlag erscheint. Die
Wohnrauminitiative Göttingen wird einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage
der bedrohten Wohnheime in Göttingen geben. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit
zur Diskussion mit dem Autor und der Wohnrauminitiative.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von:

Wohnraumintiative Göttingen Buchladen Rote Straße

www.facebook.com/wohnrauminitiative | www.roter-buchladen.de

Gefördert durch: Basisgruppe Medizin | www.bgmed.org

 Laika Verlag | www.laika-verlag.de


Veranstaltungen - Aktuell

  

 

 

*Unbedingt blau // İlle de Mavi // Adnan Keskin*

 

Lesung in deutscher und türkischer Sprache mit Dogan Akhanli,

Nese Keskin, Martin Rapp

Adnan Keskins autobiografischer Roman "unbedingt blau" ist ein beeindruckendes literarisches Werk über den Aufbruch der revolutionären Bewegung in den Siebziger- und Achtzigerjahren in der Türkei, die Niederlage nach dem Putsch vom 12. September 1980 und den kollektiven Widerstand gegen das Gefängnissystem. Blau ist für Sahin der Inbegriff von Freiheit. Von ihr träumt er im Gefängnis genauso intensiv wie von Gönül, die er liebt.

Adnan Keskin’den, Köln’e miras bıraktığı “İnsan Hakları Festivali” ve anı-roman türünde yazdığı İLLE DE MAVİ kaldı. Yakın döneme tanıklık eden kitabıyla, geçmişimize ve hayallerimize renk veren Adnan Keskin’in karanlık dehlizlerdeki macerasına eşlik ederken bizler, renkten renge akan hikâyenin sonunda, hasretin, özgürlüğün ve aşkın renginin İLLE DE MAVİ olması gerektiğine hak verir, duran kalp atışlarının da aynı renkte olduğunu içimiz burkularak hatırlarız.

Adnan Keskin: Unbedingt Blau. bahoe books

 

Lesung und Diskussion am Freitag, den 14.02.2020, 20.00 Uhr im Theaterkeller,

Geismarlandstr. 19

 

 

 

Buchvorstellung „Das eigene Schicksal selbst bestimmen“ mit der Autorin

Franziska Bruder am Mo., 10.02.2020 um 19.30 Uhr im Buchladen Rote Strasse

Von März 1942 bis Herbst 1943 wurden mehr als 1,5 Millionen Juden und Jüdinnen, die meisten davon ehemalige polnische Staatsangehörige, zumeist per Zug in die NS-Vernichtungslager Treblinka, Bełżec und Sobibór deportiert und dort ermordet.

Nachdem die Funktion der Lager bekannt geworden war, bereiteten sich viele Juden auf die Flucht vor und sprangen unter Lebensgefahr aus den schnell fahrenden und schwer bewachten Todeszügen. Fluchten sind ein bislang zu wenig beachteter Bestandteil jüdischen Widerstandes gegen die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten.

Franziska Bruder berichtet auf Grundlage ihres gerade erschienenen Buches anhand ausgewählter Biographien von Springer*innen über die Voraussetzungen der Flucht und ihre Realisierung, über die Situation in den Waggons und das Überleben in der langen Zeit bis zum Kriegsende – in Verstecken, bei Partisanen oder getarnt als christliche Polen.

 

 

 Arbeitskampf und Unternehmensentwicklung bei LIP in Besancon 1973–1987

Lesung und Filmscreening mit Jens Beckmann*

Göttingen, Roter Buchladen, Nikolaikirchhof 7, 22. Januar, 19 Uhr

Die Beschäftigten des französischen Uhrenherstellers LIP machten 1978 europaweit Furore: Im Kampf gegen Entlassungen stellten sie Verhandlungsroutinen und Hierarchien infrage und nahmen Produktion und Verkauf von Armbanduhren in die eigene Hand. Wenige Jahre später gründeten die „LIPs“ mehrere Produktionsgenossenschaften.

Jens Beckmann hat den Kampf um LIP von den Anfängen bis zum Arbeitsalltag in den 1980er Jahren untersucht. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage nach Vorstellungen und (widersprüchlichen) Praxen von Selbstverwaltung – von der Revolte der 1968er Jahre bis zu Kurzarbeit und Sozialplänen.

Im Rahmen eines Seminars zu "Arbeitskämpfen im Film", das derzeit am Institut für Soziologie angeboten wird, wollen wir und vor allem mit der visuellen Seite der LIP-Geschichte befassen. Hierzu wird Jens Beckmann neben der Vorstellung seines Buchs einige der erstaunlich vielen filmischen Dokumente zu dieser Geschichte vorstellen.

Am Ende könnte dann die Frage stehen, ob und wie Konzepte von Selbstverwaltung in der Gegenwart noch emanzipatorisch und demokratisch gedacht werden können, in einer Zeit, in der Aktivierungspolitik und Selbstausbeutung zu Schlüsselkonzepten der Arbeitsmarktpolitik und der betrieblichen Verwertung von Lohnarbeit geworden sind,

*Jens Beckmann forscht zu französischer und deutscher Sozialgeschichte, Redaktion der Zeitschrift Sozial.Geschichte Online

Jens Beckmann: Selbstverwaltung zwischen Management und „Commonauté“

Arbeitskampf und und Unternehmensentwicklung bei LIP in Besancon 1973-1987, transcript Verlag

Unterstützt durch ver.di Göttingen

 

 

Buchvorstellung im Buchladen Rote Straße

am 17.01.2020 um 19.30 Uhr

Revolution in Zeitlupe – oder wie funktioniert ein Finanz-Kollektiv

 Hast du Geld oder hast du keines, wie viel Geld hast du und wie viel zählt es für dich und wo kommt dieses Gefühl her?

Wieso haben manche Menschen scheinbar das Recht auf finanzielle Sicherheit und andere nicht? Und wieso finden wir das normal, finden uns damit ab, mit dieser Ungleichheit? Wie ist es möglich diese scheinbare Zwangsläufigkeit aufzubrechen?

Sieben Leute haben sich in Göttingen zusammengeschlossen, um genau dies zu versuchen. Einkommensungleichheiten nicht als gegeben hinzunehmen, sondern alles Geld gemeinsam zu verwalten und zu entscheiden, was damit passiert; unabhängig davon, wie viel die einzelne Person in den gemeinsamen Topf einzahlt. Im Buch erzählen die Kollektivistas wie es zum Finanz-Kollektiv kam, wie es ihre Beziehungen untereinander gestaltet hat, wie es sich darauf auswirkt Dinge zu kaufen und zu besitzen. Aber sie reden auch über Herkunft, Alter, Lebensentwürfe, Kinder und Flüge. Klingt nach Stress, Diskussionen, unendliche viel investierter Zeit, eingeschränkter Selbstbestimmung, Selbstreflexion ohne Ende…..Ja! Klingt nach einer Unmöglichkeit? Nein, seit 20 Jahren praktiziert das Finanzkollektiv, das das Buch verfasst hat, genau dieses.

Am Freitag, den 17. Januar kommen einige aus dem Finanzkollektiv für eine offene Veranstaltung zu uns in den Buchladen, los geht es um 19.30 Uhr.

 

Vorstellung der Lieblingsbücher des Buchladenkollektivs

 

Nach der Buchmesse in Frankfurt türmt sich, wie jedes Jahr, der allherbstliche Bücherberg vor den Lesewilligen und –lustigen auf; die Regale in den Buchhandlungen platzen aus allen Nähten und die Tische quellen über – und in den Zeitungen, im Fernsehen und online werden so viele Bücher besprochen und angezeigt, dass niemand mehr den Überblick behält.

Da kämen ein paar Wegweiser im Bücherdschungel gerade recht, die nichts mit Blogs, Rezensionen und literarischen Quartetten zu tun haben. Und genau das wird der Buchladen tun:

Am Mittwoch, den 20. November wird das Buchladenkollektiv ein paar Lieblingsbücher vorstellen, nicht unbedingt neue, aber auf jeden Fall lesenswerte. Jedes literarische Häppchen wird formlos vorgetragen, frei von der Leber weg und möglichst wenig ausufernd; je nach Dauer und Lust und Laune der Zuhörenden werden dem Publikum insgesamt fünf bis zehn Bücher ans Herz gelegt.

Zu den literarischen Häppchen werden ein paar Getränke und Snacks serviert, um die Atmosphäre ein wenig aufzulockern, und wenn sich nach der Vorstellung eines Buches eine längere Diskussion entwickelt – natürlich können zu jeder Buchvorstellung Fragen gestellt werden: um so besser – es gibt keinen festen Rahmen. Ob wir drei Bücher schaffen oder zehn, darauf kommt es nicht an; der Abend soll Spaß machen.

Wer also Lust hat zu hören, welche Bücher wir dieses Jahr gelesen haben, die uns gefielen, ist herzlich willkommen am

Mittwoch, den 20. November 2019, 19.00 Uhr im Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 7

 


 

Anti-queere Ideologie – Auf der Suche nach den Wurzeln der Queerfeindlichkeit

Wann: 11. November 2019 um 19:30 – 21:00

Wo: Buchladen Rote Straße Nikolaikirchhof 7, Nikolaikirchhof 7

Preis: Spenden sind willkommen

Kontakt: Trans*Beratung Göttingen, 0157 - 79 87 83 97

 

Lesung mit Hannah Engelmann

Während in unseren Medien und Gedankenwelten die Geschlechtervielfalt zunimmt, finden sich weltweit Allianzen gegen das Feindbild der ‚Gender-Ideologie‘ zusammen. Ihre Akteur_innen propagieren Sicherheit und klare Grenzen: Sie verbreiten eine anti-queere Ideologie.

Was veranlasst Menschen, sich im Netz dieser Ideologie zu verfangen? Und was könnte sie darin bestärken, eigene Wege jenseits rigider Normen zu gehen? In dieser Lesung geht die Autorin den Wurzeln anti-queerer Ideologie nach und gibt einen Ausblick auf die Potenziale politischer Bildung in diesem Feld.

Hannah Engelmann

Hannah Engelmann ist Erziehungswissenschaftlerin und leitet die Trans*Beratung Göttingen im Queeren Zentrum Göttingen. Als Bildungsarbeiterin ist sie in queerfeministischen, ökologischen und kapitalismuskritischen Kontexten aktiv.

Veranstalter*innen

Trans*Beratung Göttingen (in Trägerschaft von Queeres Göttingen) / Hannoversche Str. 80 / 0157 – 79 87 83 97 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / transberatung-goettingen.de

 

 

 

Hermynia Zur Mühlen

Sozialistische Märchen und Geschichten aus dem

„Dritten Reich“

gelesen von

Regine Wagenknecht

Dienstag, den 15. Oktober 2019, 20.00 Uhr Buchladen Rote Straße

Nikolaikirchhof 7

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Lesung am 24.9.19 um 19.30 Uhr im Buchladen Rote Strasse

Nikolaikirchhof 7

 

Hätte, hätte Fahrradkette

mit Martin Heinzelmann

 

Im Krimi-Debüt des Göttinger Autors Martin Heinzelmann bietet der Weser-Radweg die grandiose Kulisse für skurrile Ereignisse, aufregende Verfolgungsjagden und malerische Landschaften entlang der Weser.

Jeden Sommer begeben sich zahlreiche Tourist*innen auf den über 500 Kilometer langen Radweg von Hannoversch Münden nach Cuxhaven. Unter ihnen befinden sich auch zwei befreundete Ehepaare, ein Radsportler-Duo und ein Berliner, die den Weg zur Nordsee aus unterschiedlichen Motiven antreten. Es hätte für alle eine ausgesprochen schöne Tour werden können, doch dann taucht eine Leiche im Gebüsch auf, und damit nehmen die Dinge ihren Lauf …

Die Lesung findet statt am Dienstag, den 24.9.19 um 19.30 Uhr

im Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 8


 

 

 

 

Karel Čapek: Der Krieg mit den Molchen
szenische Lesung

mit Christoph Wehr am Dienstag, den 10.09.2019 um 19.30 Uhr,

im Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 7

Karel Čapeks erstmals 1936 erschienener Roman ist eine parodistische Materialsammlung unterschiedlichster Textgattungen und spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse am Vorabend des 2. Weltkriegs.

Bis heute hat das Buch nichts von seiner Aktualität verloren.

Lange blieben sie der Welt verborgen, die sprachbegabten Riesenmolche. Von ihren Entdeckern werden sie als Arbeitskräfte missbraucht und unterdrückt. Wir treffen den raubeinigen Kapitän J. Van Toch, einen Vertreter des alten Kolonialismus, der von seinen Molchen wie ein Gutsbesitzer spricht. Aus unterschiedlichen Perspektiven erleben wir die Aufnahme der Molche in die Errungenschaften der Zivilisation und ihre industrielle Nutzbarmachung als unerschöpflicher Quelle eines prosperierenden Arbeitsmarktes. Und wir werden schließlich Zeuge, wie leicht  die Stimmung in einer Gesellschaft kippen kann. Dieser Roman, der mit den Illustrationen von Hans Ticha auch ein visuelles Vergnügen ist, lädt vorzüglich zum lauten Lesen ein und ist. wie für einen Vortrag geradezu gemacht.
Christoph Wehr verkörpert die stilistischen Unterschiede durch sein sprachliches und spielerisches Darstellungsvermögen und macht Lust auf die persönliche Entdeckungsreise durch eine von Doppelmoral und Gewinnmaximierung getragene Gesellschaft.

Die Neuauflage des Titels in der Büchergilde Gutenberg und das „Tschechische Kulturjahr“ bilden den aktuellen Hintergrund für diese unterhaltsame Lesung.

Christoph Wehr ist freischaffender Künstler im Bereich Darstellung und Sprache.

 


 

Infoveranstaltung mit Diskussion zum Ratgeber für trans*Menschen in Haft

am Donnerstag, 08.08.2019 um 19.00 Uhr im

Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

Wir, das trans*Ratgeber Kollektiv, sind eine abolitionistische Gruppe welche sich aus ehrenamtlichen Einzelpersonen zusammensetzt die trans*Menschen im Knast unterstützen möchte.
Wir werden eine neue Broschüre vorstellen, die trans* und nicht-binäre Menschen im Knast mit Rechtshilfe- und Alltagstips unterstützen soll. Wir möchten eine Auseinandersetzung zum Thema trans*/nicht-binär und Knast beginnen und
trans*/nicht-binär spezifische Diskriminierung im Knast thematisieren. Vor allem wollen wir versuchen gefangene und andere von Repression betroffene trans*und nicht-binäre Menschen untereinander aber auch mit denen zu vernetzen, die
sich solidarisieren wollen. Lassen wir uns nicht teilen.

Lassen wir uns nicht auf die Logik ein, dass es Menschen gibt die in den Knast gehören und auf die angebliche Selbstverständlichkeit, dass Knäste für Sicherheit sorgen! Kein Knast steht für
immer.

We,the trans*guidebook collective, are a abolitionist group that formed up of volunteer individuals who want to support trans* people in prison.
We will present a new brochure that aims to support imprisoned trans* and non binary people, by giving legal advices and everyday tips. We would also like to begin a debate about trans*/non-binary and prison. Above all, we would like to connect imprisoned, repressed and other trans*/non-binary people who want to show solidarity, with each other.

Let us not be divided. Lets not follow the logic that there are people who deserve to be imprisoned and that as a matter of course prison provides security! No prison lasts forever.

 
 
Commonismus – Begründete Möglichkeit ökologisch-solidarischer Vergesellschaftung 
Referent: Simon Sutterlütti
Zeit: Mittwoch, 3.7., 19:30
Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7
 
 
Die hoffnungsvollen Utopien, Sozialismus und Kommunismus, sind für breite Bevölkerungsschichten verloren und sogar für viele Linke eher Wunschträume als reale Möglichkeiten. Diese Alternativlosigkeit und utopisches Wünschen sollte durch einen utopischen Streit um realer Möglichkeiten ersetzt werden. Utopische Diskussion ist jedoch kein Selbstzweck oder bloßes Mittel um ‚die Massen‘ zu bewegen, sondern die notwendige Bedingung um die Überwindung des Kapitalismus zu denken. Je deutlicher die Utopie begriffen wird, umso klarer kann die Überwindung diskutiert und umgesetzt werden. 
 
Der Commonismus ist eine global-hocharbeitsteilige Utopie jenseits staatlich-autoritärer Zentralplanung, jenseits nationaler, patriarchaler, rassistischer Herrschaft, jenseits von Markt und (Lohn-)Arbeit. Der Commonismus ist eine Gesellschaft, in welcher die Bedürfnisbefriedigung der Einen nicht auf Kosten der Anderen geht. Eine Gesellschaft, in welcher ich meine Bedürfnisse besser befriedigen kann, wenn ich die Bedürfnisse anderer einbeziehe. Eine Inklusionsgesellschaft „ worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Marx/Engels). Der Commonismus verlangt keine ‚guten‘, altruistischen Menschen, er erlaubt es uns andere einzubeziehen - und hilft stellenweise etwas nach. Warum der Commonismus kein Wunschtraum, sondern begründete Möglichkeit ist; und welche gesellschaftlichen Bedingungen die Inklusionsdynamik erzeugen, will der Vortrag darstellen. Nach ca. 40' Input gibt es Zeit für Diskussion und Austausch.
 Veranstalter: Falken Göttingen

 

Der Weltladen wird 45! …

 … fast so alt wie der Buchladen, und feiert seinen Geburtstag in der Woche vom 1. Juli bis zum 6. Juli – wir gratulieren ganz herzlich!

 Aber wir gratulieren nicht nur, wir feiern auch ein wenig mit. Am Samstag, den 6. Juli, kann, wer will, im Weltladen Wein und Schokolade verkosten (ab 14.00 Uhr), und passend dazu gibt’s im Buchladen ab 15.30 Uhr literarische Häppchen – der Buchladen hat also am 6. Juli länger geöffnet.

 Während sich kaum jemand nichts unter Schokolade und Wein vorstellen kann, sind literarische Häppchen eher etwas Unbekannteres: das Buchladen-Kollektiv stellt kurz Bücher vor, die uns, je individuell, gefallen haben … formlos und frei von der Leber weg und nicht ausufernd. Natürlich können die Bücher, wenn die Begeisterung überspringt, auch käuflich erworben werden.

 Außerdem kann, wer Lust hat, auch gern selbst ein Lieblingsbuch vorstellen – der Nachmittag ist als offener Austausch gedacht (es wäre nett, wenn jene, die sich eine Buchvorstellung vorstellen können, vorher kurz bei uns im Laden melden könnten, aber es geht natürlich auch ohne vorherige Absprache; wir sind flexibel).

 Und wenn es keine Bücher mehr zum Vorstellen gibt, stehen wir bis 18.00 oder 18.30 Uhr (um 19.00 veranstaltet der Weltladen ein Konzert) für Fragen jeder Art nach Büchern, Lieblingsbüchern und dem literarischen Betrieb zur Verfügung.

 Literarische Häppchen im Buchladen Rote Strasse, Nikolaikirchhof 7, ab 15.30 Uhr

  

Gioconda Belli: „Nicaragua – hasta que seamos libres –

bis dass wir frei sind“

Montag, 25. März um 19:00 Uhr im Alten Rathaus,

Markt, Göttingen

„Bis dass wir frei sind“– unter diesem Motto geht die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli auf Deutschlandtour.

Am Montag, 25. März um 19 Uhr, tritt sie mit Grupo Sal und Lutz Kliche mit einer Konzert-Lesung im Alten Rathaus in Göttingen auf und bezieht Stellung zur aktuellen Lage in ihrem Heimatland.

Die international anerkannte Autorin und Lyrikerin Gioconda Belli ist seit der sandinistischen Revolution politisch engagiert und macht sich für Frauenrechte stark. Sie brach früh mit traditionellen Rollenzuschreibungen und schreibt für das weibliche Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und für die Emanzipation der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen. In der aktuellen politischen Lage in Nicaragua steht sie der Präsidentschaft Ortegas äußerst kritisch gegenüber und fordert eine Ende der Repression. „Ich werde nicht sterben, ohne das befreite Land zu sehen“, verkündete sie im Frühjahr 2018.

Die Regierung in Managua geht mit äußerster Gewalt gegen eine breite Protestbewegung vor, die im April 2018 wegen geplanter Renteneinschnitte erstmals auf die Straße ging. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte, und viele Menschen verlassen das Land. Einige Nicht-Regierungsorganisationen wurden bereits verboten. Es herrschen Angst und Repression.

Mit ihren kritischen Texten verleiht sie den Menschen ihres Landes eine Stimme. Lutz Kliche übersetzt und berichtet aus Nicaragua. Das Grupo Sal Duo Aníbal Civilotti und Fernando Dias Costa begleiten sie musikalisch.

Der Abend wird vom Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (Ifak) in Kooperation mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. veranstaltet.

Der Vorverkauf startet am 20. Februar im Roten Buchladen, bei Contigo und der Göttinger Touristeninformation. Der Eintritt beträgt im Vorverkauf 15 Euro, ermäßigt 10 Euro und an der Abendkasse regulär 17 Euro  und ermäßigt 12 Euro. Einlass ist um 18:30 Uhr.

 

Veranstaltet von: Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak) in Kooperation mit 'EPIZ' und dem 'ven'  (Verband entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.)

gefördert vom Land Niedersachsen, 'KED', der Stadt Göttingen und der 'khg' (Katholische Hochschulgemeinde)

 

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