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Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen

Zur Geschichte und Gegenwart von Häuserkämpfen

 

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus

 

“Häuserkampf I - ‘Wir wollen alles’ der Beginn einer Bewegung”
2012, Laika-Verlag

 

Mo. 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen Rote Straße

 

 | Nikolaikirchhof 7 | 37073 Göttingen

 

Verantaltet von

 

Wohnrauminitiative Göttingen | www.facebook.com/wohnrauminitiative

 

Buchladen Rote Straße | www.roter-buchladen.de

 

Untertstützt von

 

Basisgruppe Medizin Göttingen | www.bgmed.org

 

Laika Verlag | www.laika-verlag.de

 



Veranstaltung: Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen... - Zur Geschichte
und Gegenwart von Häuserkämpfen

 

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus "Häuserkampf I"

 

Montag 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen "Rote Strasse" | Nikolaikirchhof 7 |
37073 Göttingen

 

Buch “Häuserkampf I”, ISBN: 978-3-942281-05-8, 296 Seiten, Laika Verlag

 

Wohnungsnot, steigende Mieten, Verdrängung von Menschen mit weniger Geld in
die Randbereiche der Städte... was genau wie die aktuelle Lage klingt hat in der
BRD lange Tradition: Wohnen wird zum Wertfaktor. In den 1960ern, 70ern, 80ern
formierte sich in vielen Städten Widerstand und die Menschen nahmen sich den
Lebensraum den sie brauchten, sodass in Berlin zwischenzeitlich über 160 Häuser
besetzt waren. Initiativen aus Studierenden und Bürger_innen wehrten sich gegen
Investor_innenpläne im Frankfurter Westend und besetzten Häuser oder dergleichen
mehr.

 

Über die Erfahrungen emanzipatorischer Bewegungen zum Thema Wohnraum berichtet
das Buch von dem Autor_innen-Team um Wolf Wetzel, dass im Laika Verlag
erschienen ist. Auch in Göttingen wird sozialer Wohnungsbau wenig gefördert und
Studierendenwohnheime sind mal mehr, mal weniger offen von Schließung bedroht.
Außerdem konkurrieren die Studierenden mit Wenigverdiener_innen um bezahlbaren
Wohnraum, stellt sich die Frage: Welchen Anteil haben wir als Studierende an
der Wohnungsnot? Welchen Anteil haben die Stadtherren daran und was lässt sich
aus den vergangenen Kämpfen um bezahlbaren und selbstbestimmten Wohnraum
lernen?

 

Die Antwort auf die Frage "Wem gehört die Stadt" sollten wir weder Investoren noch
städtischen Planer_innen überlassen. Mit der autonomen Begehung der Geiststraße
10 und der darauf folgenden spontanen Besetzung und Räumung wurde Anfang
dieses Jahres klar, dass in Göttingen diese Frage unter den Nägeln brennt – zumal
es genug Wohnraum gibt, der leer steht, und trotzdem Menschen nach Wohnraum
suchen, der noch bezahlbar ist.

 

Wolf Wetzel hat jahrelang als Aktivist und Autor zur Thematik Häuserkämpfe,
Stadtpolitik und Stadtteilinitiativen gearbeitet, er schreibt mit an der Buchreihe zu
Häuserkämpfen in der Bibliothek des Widerstandes die im Laika Verlag erscheint. Die
Wohnrauminitiative Göttingen wird einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage
der bedrohten Wohnheime in Göttingen geben. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit
zur Diskussion mit dem Autor und der Wohnrauminitiative.

 

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

 

Veranstaltet von:

 

Wohnraumintiative Göttingen Buchladen Rote Straße

 

www.facebook.com/wohnrauminitiative | www.roter-buchladen.de

 

Gefördert durch: Basisgruppe Medizin | www.bgmed.org

 

 Laika Verlag | www.laika-verlag.de

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Rachel Margolis:

 

Als Partisanin in Wilna

Erinnerungen an den jüdischen Widerstand in Litauen

Buchvorstellung durch die  Übersetzerin Franziska Bruder

 

Rachel Margolis' Autobiographie berichtet über das Leben in der Stadt Wilna und dem Wilnaer Ghetto,

über die Flucht in die Wälder und den schwierigen Kampf als jüdische Partisanin.

Franziska Bruder, die Übersetzerin, skizziert zudem die aktuellen Entwicklungen des staatlichen

Umgangs mit ehemaligem PartisanInnen in Litauen.

Mittwoch, den 12.Dezember, 19.30 Uhr im Buchladen Rote Strasse,

 

Die Veranstaltung vom Buchladen Rote Strasse und der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V. finder im Rahmen der Bündnisreihe 'Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus' statt.

 

 

 

 

ak wantok (Hg.)

Perspektiven autonomer Politik

Der ak wantok hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen.Der Textsammlung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die autonome Bewegung nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der neueren Geschichte linksradikalen Widerstands in Europa darstellt, sondern dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der auch zukünftig das Schaffen und Verteidigen gegenkultureller Räume ebenso ermöglichen und stärken kann wie den Kampf gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Aus der Einleitung: »Autonome Diskussionen finden auf Treffen statt, auf Veranstaltungen und Demos, in Szeneblättern und Internet-Foren. Sie sind breit gefächert, vielfältig und komplex, und das ist gut so. Manchmal jedoch scheinen den Diskussionen gemeinsame Referenzpunkte zu helfen, die Debatten zusammenfassen, zueinander in Beziehung setzen und in historische Zusammenhänge rücken. Dies kann zu mehr Klarheit führen, noch einmal neue Perspektiven ermöglichen und Grundlagen für weitere lebendige Diskussionen schaffen.«

ISBN 978-3-89771-500-4
400 Seiten | 18.00 Euro 

Göttingen 1.9.2010

20:00 Uhr
Theaterkeller
Geismarlandstraße 19
37083 Göttingen

Veranstaltungen - Aktuell (2)

 


und juristischen Alltag
Referentin: Cécile Lecomte
28. März, Roter Buchladen (Nikolaikirchhof) und 19 Uhr
!
„Wie fühlt es sich oben in einer Baumkrone über der Castorstrecke an? Gibt es ein Gesetz à la
„Du sollst dich ausschließlich horizontal bewegen“? Warum interessiert sich der
Verfassungssch(m)utz mehr für's Baumklettern als für mordende Neonazis? Wie fühlt sich eine
Überwachung „mit besonderen technischen Mitteln“ an? Und im Gefängnis? Warum sitze ich
wegen fünf Euro oder etwas mehr dort „freiwillig“ ein? Wie gehe ich mit dem Tod eines
Mitkämpfers um? Was ist vom Spruch „Im Namen des Volkes“ zu halten?“ (Cécile Lecomte)
Cécile Lecomte ist eine Umweltaktivistin und wird auch das Eichhörnchen genannt. Die meisten
ihrer Aktionen stehen im Kontext der Anti-Atom-Bewegung und finden in Form von
Kletteraktionen statt.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion.
2014
28.
MÄRZ
Hans-

Christian Dany

Hans-Christian Dany

MORGEN WERDE ICH IDIOT

Kybernetik und Kontrollgesellschaft

Lesung und Diskussion

Lesung und Diskussion

Donnerstag, 28.November 2013, 20 Uhr Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Hans-Christian Danys Essay zeichnet die Geschichte der Kybernetik seit den vierziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach und zeigt, wie Elemente und Begriffe dieser Wissenschaft in anderen Bereichen der Gesellschaft Einzug gehalten haben, die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form bestimmen und aufrechterhalten.

Die Wissenschaft der Kybernetik untersucht biologische, maschinelle und gesellschaftliche Systeme. Sie erforscht deren Prinzipien wie Selbsterhaltung, Selbstregulation und Rückkoppelung. Bestimmend war und ist die Frage der Erhaltung des Systemgleichgewichts.

Dany stellt die These auf, dass die Kontroll- und Machtstrukturen der heutigen Gesellschaft auf dem kybernetischen Modell sich selbst erhaltender Systeme basieren. Ob in der Arbeitswelt, in der Politik, im Alltag oder in sozialen Netzwerken: Jeder/r beobachtet sich selbst und wird von anderen beobachtet. Ein Prozess ständiger Selbstoptimierung ist in Gang gesetzt worden, ist gesellschaftlich akzeptiert. Dies bezeichnet Dany als kybernetisch-kapitalistische Regulationsmaschine. Protest und Widerstand werden als Störung im kapitalistischen System registriert, können aber meist integriert werden.

Dany fragt nach Formen des Protests, die nicht integrierbar sind. Idiot sein, im alten Sinn des Wortes: Privatmensch, keine prozessierbare Kommunikation betreiben, sich ausschließen und der Kontrollmaschine entziehen, sieht er als eine Möglichkeit an.

Für die Praxis autonomer und basisdemokratischer Politik gilt es zu überlegen und zu diskutieren, welche Formen des Protestes entwickelt werden können, die sich im ‚Außerhalb’ bewegen, eine Erfassbarkeit und Integration unmöglich machen.

Hans-Christian Dany, geboren 1966 in Hamburg. Künstler, Autor, lebt in Hamburg. Zuletzt erschien von Dany bei Edition Nautilus Speed. Eine Gesellschaft auf Droge (2008, NA 2012).

veranstaltet von Theaterkeller e.V. & Buchladen Rote Straße

Hans-Christian Dany

 

 

 

 

 

"Syrien zwischen Aufstand und Bürgerkrieg "

 

 

 

Do., 14.11.’13 | 19:30 h | Buchladen „Rote Straße“, Nikolaikirchhof 7

 

 

 

Vor über 2 Jahren begann der Aufstand gegen die Diktatur Bashar Al-Assads in Syrien. Massenhaft gingen Menschen gegen politische Repression und die wirt-schaftliche Situation in fast allen Landesteilen auf die Strasse. Im Norden vertrieben kurdische Kräfte regimetreue Polizei- und Militäreinheiten und bauten Selbstver-waltungsstrukturen auf.
Von Anfang an ging das Assad-Regime mit tödlicher Gewalt gegen Demonstrationen und Versammlungen vor. Die Regio-nalmächte Katar, Saudi-Arabien und Türkei nutzten die Situation, um ihre Machtstellung auszubau-en, bewaffneten den Aufstand, suchten sich genehme Oppositi-onsgruppen wie die Muslimbrü-der und schleusten Djihadisten ins Land. Gemeinsam mit der Propaganda der Assad-Regierung trugen sie zu konfessionellen und ethnischen Spannungen bei und eskalierten den Aufstand zum Bürgerkrieg. Ein Bürgerkrieg, der schon lange internationalisiert ist und inzwischen mit der Hisbollah auch in den Libanon und den Iran reicht; in dem es bis heute Hunderttausende von Toten und Millionen von Flüchtlingen gegeben hat. Lokale Komitees werden im Bürgerkrieg aufgerieben.
Nach dem Einsatz von Giftgas mit über eintausend Toten steht nun, nach einer noch nicht abgeschlossenen, kurzen Phase der militärischen Intervention , nur noch die Debatte um die Zerstörung der Giftgasbestände im Zentrum der medialen Aufmerk-samkeit und das bange Warten auf Genf II, die große Syrienkonferenz.
Die Hintergründe der Kämpfe und des Aufstands, die verweigerte Soli-darität mit diesem und die Genese des eskalierenden Bürgerkriegs und letztlich die geostrategische und mediale Begleitung des aktuellen Völkermords wird der Referent Mar-tin Glasenapp erläutern.
Der Referent Martin Glasenapp ist stellvertretender Leiter der Öffent-lichkeitsarbeit von medico internatio-nal und begleitete für die Nichtregie-rungsorganisation die Initiative „a-dopt a revolution“, die bis heute den zivilen Widerstand gegen Assad un-terstützt.

 

 

 

Veranstalter_innen: AK Asyl Göttingen, EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum), Buchla-den „Rote Straße“, antirassistische aktionsplenum (arap), AK Internationalismus

Leben als Politik

-Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern-

Buchvorstellung mit Asef Bayat

Asef Bayat bietet uns in seinem Buch „Leben als Politik“ einen neuen Weg zum Verständnis der Menschen und Kämpfe in den Gesellschaften des Nahen Ostens an. Er zeigt uns, dass nicht nur unsere Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung eurozentriert sind, sondern auch, dass das theoretische Instrumentarium, mit dem wir Gesellschaften betrachten, nicht in der Lage ist, die sozialen Konflikte in den Gesellschaften des Nahen Ostens wahrzunehmen.

Die Bewegungen im Nahen Osten werden getragen von ganz normalen Menschen (ordinary people). Ausgehend von ihren Primärbeziehungen (vor allem Verwandtschaft) organisieren diese ihren Alltag und versuchen ihr Leben zu verbessern. Diese Bewegungen sind nicht formell organisiert und bilden auch keine festen politischen Strukturen und Autoritäten heraus. Sie versuchen auch nicht, durch an den Staat gestellte Forderungen ihre Situation zu verändern.

Es sind statt dessen Prozesse, deren AkteurInnen ganz normale Menschen sind, in ihrem Bemühen um eine unmittelbare Verbesserung ihres alltäglichen Lebens. Und sie machen dies gemeinsam mit jenen, mit denen sie ihren Lebensalltag bewältigen müssen, vor allem mit ihrer (erweiterten) Familie.

Dabei erobern sie immer größere Bereiche des öffentlichen Raums. Wenn sie Erfolg damit haben, finden sie NachahmerInnen. Wenn nicht, weichen sie zurück. Ausgehend von praktischen Alltagsnöten und -wünschen massifiziert sich ein Verhalten, ohne das es einer formellen Organisierung bedarf. Bayat bezeichnet diese 'kollektiven Aktionen nicht-kollektiver AkteurInnen', die sich durch ihr stilles Vordringen in die öffentliche Sphäre konstituieren, als 'soziale nicht-Bewegungen'.

Asef Bayat liefert uns mit seinem Buch einen neuen Zugang zu den Menschen und gesellschaftlichen Prozessen im Nahen Osten. Und obwohl sein Buch vor den aktuellen Kämpfen in der Region seit 2011 ('Arabischer Frühling') entstand, gibt er uns ein neues Verständnis für deren Hintergründe.

Asef Bayat möchte uns sein Buch vorstellen und mit uns darüber diskutieren:

Mittwoch, den 29. Mai 2013

20 Uhr

Buchladen Rote Straße

Nikolaikirchhof 7

37073 Göttingen

 

 

VeranstalterInnen: Institut für angewandte Kulturforschung, Ak Internationalismus, aut, FSR Philosophische Fakultät

 

 

 

Hunderte solcher Helden«:

 

Der Aufstand jüdischer Gefangener im

 

NS-Vernichtungslager Sobibór

 

Der ver.di Ortsverein und die VVN-BdA laden gemeinsam mit dem Roten Buchladen ein zur    Lesung  mit der Autorin Franziska Bruder, Historikerin aus Berlin,

 

am 22. Mai 2013, 19:00h

 

im Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

 

In Sobibór wurden etwa 170.000 Menschen ermordet, in ihrer überwältigenden Mehrheit europäische Juden, vor allem aus Polen, Holland, Belarus, Russland, der Ukraine und der Slowakei. Sobibór war ein reines Vernichtungslager, die Juden wurden nach der Ankunft direkt in die Gaskammer geführt. Lediglich 550-600 Juden wurden für Arbeiten im Lager und rund um den Vernichtungsvorgang selektiert.
Der Aufstand der Juden in Sobibór ist eines der eindringlichsten Beispiele gegen die These, Juden hätten sich wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen. Im ersten Teil des Buches geht Franziska Bruder den Fragen nach, wer die Akteure des Aufstands waren: Woher kamen sie? Verfügten sie über politische, organisatorische oder konspirative Erfahrungen? Welche Voraussetzungen mussten erfüllt sein, um die Zeit nach dem Aufstand bis zur Befreiung überleben zu können?

 

Es folgt in einem zweiten Teil die Dokumentation vier beispielhafter Überlebendenberichte, darunter der des militärischen Anführers des Aufstands, Aleksandr Petscherskij.

 

 

 


 

 

MORGEN WERDE ICH IDIOT

Kybernetik und Kontrollgesellschaft

Lesung und Diskussion

Lesung und Diskussion

Donnerstag, 28.November 2013, 20 Uhr Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Hans-Christian Danys Essay zeichnet die Geschichte der Kybernetik seit den vierziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach und zeigt, wie Elemente und Begriffe dieser Wissenschaft in anderen Bereichen der Gesellschaft Einzug gehalten haben, die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form bestimmen und aufrechterhalten.

Die Wissenschaft der Kybernetik untersucht biologische, maschinelle und gesellschaftliche Systeme. Sie erforscht deren Prinzipien wie Selbsterhaltung, Selbstregulation und Rückkoppelung. Bestimmend war und ist die Frage der Erhaltung des Systemgleichgewichts.

Dany stellt die These auf, dass die Kontroll- und Machtstrukturen der heutigen Gesellschaft auf dem kybernetischen Modell sich selbst erhaltender Systeme basieren. Ob in der Arbeitswelt, in der Politik, im Alltag oder in sozialen Netzwerken: Jeder/r beobachtet sich selbst und wird von anderen beobachtet. Ein Prozess ständiger Selbstoptimierung ist in Gang gesetzt worden, ist gesellschaftlich akzeptiert. Dies bezeichnet Dany als kybernetisch-kapitalistische Regulationsmaschine. Protest und Widerstand werden als Störung im kapitalistischen System registriert, können aber meist integriert werden.

Dany fragt nach Formen des Protests, die nicht integrierbar sind. Idiot sein, im alten Sinn des Wortes: Privatmensch, keine prozessierbare Kommunikation betreiben, sich ausschließen und der Kontrollmaschine entziehen, sieht er als eine Möglichkeit an.

Für die Praxis autonomer und basisdemokratischer Politik gilt es zu überlegen und zu diskutieren, welche Formen des Protestes entwickelt werden können, die sich im ‚Außerhalb’ bewegen, eine Erfassbarkeit und Integration unmöglich machen.

Hans-Christian Dany, geboren 1966 in Hamburg. Künstler, Autor, lebt in Hamburg. Zuletzt erschien von Dany bei Edition Nautilus Speed. Eine Gesellschaft auf Droge (2008, NA 2012).

veranstaltet von Theaterkeller e.V. & Buchladen Rote Straße

Hans-Christian Dany

 

 
 
"Syrien zwischen Aufstand und Bürgerkrieg "
 
Do., 14.11.’13 | 19:30 h | Buchladen „Rote Straße“, Nikolaikirchhof 7
 
Vor über 2 Jahren begann der Aufstand gegen die Diktatur Bashar Al-Assads in Syrien. Massenhaft gingen Menschen gegen politische Repression und die wirt-schaftliche Situation in fast allen Landesteilen auf die Strasse. Im Norden vertrieben kurdische Kräfte regimetreue Polizei- und Militäreinheiten und bauten Selbstver-waltungsstrukturen auf.
Von Anfang an ging das Assad-Regime mit tödlicher Gewalt gegen Demonstrationen und Versammlungen vor. Die Regio-nalmächte Katar, Saudi-Arabien und Türkei nutzten die Situation, um ihre Machtstellung auszubau-en, bewaffneten den Aufstand, suchten sich genehme Oppositi-onsgruppen wie die Muslimbrü-der und schleusten Djihadisten ins Land. Gemeinsam mit der Propaganda der Assad-Regierung trugen sie zu konfessionellen und ethnischen Spannungen bei und eskalierten den Aufstand zum Bürgerkrieg. Ein Bürgerkrieg, der schon lange internationalisiert ist und inzwischen mit der Hisbollah auch in den Libanon und den Iran reicht; in dem es bis heute Hunderttausende von Toten und Millionen von Flüchtlingen gegeben hat. Lokale Komitees werden im Bürgerkrieg aufgerieben.
Nach dem Einsatz von Giftgas mit über eintausend Toten steht nun, nach einer noch nicht abgeschlossenen, kurzen Phase der militärischen Intervention , nur noch die Debatte um die Zerstörung der Giftgasbestände im Zentrum der medialen Aufmerk-samkeit und das bange Warten auf Genf II, die große Syrienkonferenz.
Die Hintergründe der Kämpfe und des Aufstands, die verweigerte Soli-darität mit diesem und die Genese des eskalierenden Bürgerkriegs und letztlich die geostrategische und mediale Begleitung des aktuellen Völkermords wird der Referent Mar-tin Glasenapp erläutern.
Der Referent Martin Glasenapp ist stellvertretender Leiter der Öffent-lichkeitsarbeit von medico internatio-nal und begleitete für die Nichtregie-rungsorganisation die Initiative „a-dopt a revolution“, die bis heute den zivilen Widerstand gegen Assad un-terstützt.
 
Veranstalter_innen: AK Asyl Göttingen, EPIZ (Entwicklungspolitisches Informationszentrum), Buchla-den „Rote Straße“, antirassistische aktionsplenum (arap), AK Internationalismus

 

 

 

 

 

Leben als Politik

-Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern-

Buchvorstellung mit Asef Bayat

Asef Bayat bietet uns in seinem Buch „Leben als Politik“ einen neuen Weg zum Verständnis der Menschen und Kämpfe in den Gesellschaften des Nahen Ostens an. Er zeigt uns, dass nicht nur unsere Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung eurozentriert sind, sondern auch, dass das theoretische Instrumentarium, mit dem wir Gesellschaften betrachten, nicht in der Lage ist, die sozialen Konflikte in den Gesellschaften des Nahen Ostens wahrzunehmen.

Die Bewegungen im Nahen Osten werden getragen von ganz normalen Menschen (ordinary people). Ausgehend von ihren Primärbeziehungen (vor allem Verwandtschaft) organisieren diese ihren Alltag und versuchen ihr Leben zu verbessern. Diese Bewegungen sind nicht formell organisiert und bilden auch keine festen politischen Strukturen und Autoritäten heraus. Sie versuchen auch nicht, durch an den Staat gestellte Forderungen ihre Situation zu verändern.

Es sind statt dessen Prozesse, deren AkteurInnen ganz normale Menschen sind, in ihrem Bemühen um eine unmittelbare Verbesserung ihres alltäglichen Lebens. Und sie machen dies gemeinsam mit jenen, mit denen sie ihren Lebensalltag bewältigen müssen, vor allem mit ihrer (erweiterten) Familie.

Dabei erobern sie immer größere Bereiche des öffentlichen Raums. Wenn sie Erfolg damit haben, finden sie NachahmerInnen. Wenn nicht, weichen sie zurück. Ausgehend von praktischen Alltagsnöten und -wünschen massifiziert sich ein Verhalten, ohne das es einer formellen Organisierung bedarf. Bayat bezeichnet diese 'kollektiven Aktionen nicht-kollektiver AkteurInnen', die sich durch ihr stilles Vordringen in die öffentliche Sphäre konstituieren, als 'soziale nicht-Bewegungen'.

Asef Bayat liefert uns mit seinem Buch einen neuen Zugang zu den Menschen und gesellschaftlichen Prozessen im Nahen Osten. Und obwohl sein Buch vor den aktuellen Kämpfen in der Region seit 2011 ('Arabischer Frühling') entstand, gibt er uns ein neues Verständnis für deren Hintergründe.

Asef Bayat möchte uns sein Buch vorstellen und mit uns darüber diskutieren:

Mittwoch, den 29. Mai 2013

20 Uhr

Buchladen Rote Straße

Nikolaikirchhof 7

37073 Göttingen

 

VeranstalterInnen: Institut für angewandte Kulturforschung, Ak Internationalismus, aut, FSR Philosophische Fakultät

 

 

Hunderte solcher Helden«:

Der Aufstand jüdischer Gefangener im

NS-Vernichtungslager Sobibór

Der ver.di Ortsverein und die VVN-BdA laden gemeinsam mit dem Roten Buchladen ein zur    Lesung  mit der Autorin Franziska Bruder, Historikerin aus Berlin,

am 22. Mai 2013, 19:00h

im Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

In Sobibór wurden etwa 170.000 Menschen ermordet, in ihrer überwältigenden Mehrheit europäische Juden, vor allem aus Polen, Holland, Belarus, Russland, der Ukraine und der Slowakei. Sobibór war ein reines Vernichtungslager, die Juden wurden nach der Ankunft direkt in die Gaskammer geführt. Lediglich 550-600 Juden wurden für Arbeiten im Lager und rund um den Vernichtungsvorgang selektiert.
Der Aufstand der Juden in Sobibór ist eines der eindringlichsten Beispiele gegen die These, Juden hätten sich wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen. Im ersten Teil des Buches geht Franziska Bruder den Fragen nach, wer die Akteure des Aufstands waren: Woher kamen sie? Verfügten sie über politische, organisatorische oder konspirative Erfahrungen? Welche Voraussetzungen mussten erfüllt sein, um die Zeit nach dem Aufstand bis zur Befreiung überleben zu können?

Es folgt in einem zweiten Teil die Dokumentation vier beispielhafter Überlebendenberichte, darunter der des militärischen Anführers des Aufstands, Aleksandr Petscherskij.

 


Die Häuser den Leuten ...

Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen

Zur Geschichte und Gegenwart von Häuserkämpfen

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus

“Häuserkampf I - ‘Wir wollen alles’ der Beginn einer Bewegung”
2012, Laika-Verlag

Mo. 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen Rote Straße

 | Nikolaikirchhof 7 | 37073 Göttingen

Verantaltet von

Wohnrauminitiative Göttingen | www.facebook.com/wohnrauminitiative

Buchladen Rote Straße | www.roter-buchladen.de

Untertstützt von

Basisgruppe Medizin Göttingen | www.bgmed.org

Laika Verlag | www.laika-verlag.de



Veranstaltung: Die Häuser den Leuten, die darin Wohnen... - Zur Geschichte
und Gegenwart von Häuserkämpfen

Autorenlesung mit Wolf Wetzel aus "Häuserkampf I"

Montag 15.04.2013 | 19:00 Uhr | Buchladen "Rote Strasse" | Nikolaikirchhof 7 |
37073 Göttingen

Buch “Häuserkampf I”, ISBN: 978-3-942281-05-8, 296 Seiten, Laika Verlag

Wohnungsnot, steigende Mieten, Verdrängung von Menschen mit weniger Geld in
die Randbereiche der Städte... was genau wie die aktuelle Lage klingt hat in der
BRD lange Tradition: Wohnen wird zum Wertfaktor. In den 1960ern, 70ern, 80ern
formierte sich in vielen Städten Widerstand und die Menschen nahmen sich den
Lebensraum den sie brauchten, sodass in Berlin zwischenzeitlich über 160 Häuser
besetzt waren. Initiativen aus Studierenden und Bürger_innen wehrten sich gegen
Investor_innenpläne im Frankfurter Westend und besetzten Häuser oder dergleichen
mehr.

Über die Erfahrungen emanzipatorischer Bewegungen zum Thema Wohnraum berichtet
das Buch von dem Autor_innen-Team um Wolf Wetzel, dass im Laika Verlag
erschienen ist. Auch in Göttingen wird sozialer Wohnungsbau wenig gefördert und
Studierendenwohnheime sind mal mehr, mal weniger offen von Schließung bedroht.
Außerdem konkurrieren die Studierenden mit Wenigverdiener_innen um bezahlbaren
Wohnraum, stellt sich die Frage: Welchen Anteil haben wir als Studierende an
der Wohnungsnot? Welchen Anteil haben die Stadtherren daran und was lässt sich
aus den vergangenen Kämpfen um bezahlbaren und selbstbestimmten Wohnraum
lernen?

Die Antwort auf die Frage "Wem gehört die Stadt" sollten wir weder Investoren noch
städtischen Planer_innen überlassen. Mit der autonomen Begehung der Geiststraße
10 und der darauf folgenden spontanen Besetzung und Räumung wurde Anfang
dieses Jahres klar, dass in Göttingen diese Frage unter den Nägeln brennt – zumal
es genug Wohnraum gibt, der leer steht, und trotzdem Menschen nach Wohnraum
suchen, der noch bezahlbar ist.

Wolf Wetzel hat jahrelang als Aktivist und Autor zur Thematik Häuserkämpfe,
Stadtpolitik und Stadtteilinitiativen gearbeitet, er schreibt mit an der Buchreihe zu
Häuserkämpfen in der Bibliothek des Widerstandes die im Laika Verlag erscheint. Die
Wohnrauminitiative Göttingen wird einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage
der bedrohten Wohnheime in Göttingen geben. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit
zur Diskussion mit dem Autor und der Wohnrauminitiative.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von:

Wohnraumintiative Göttingen Buchladen Rote Straße

www.facebook.com/wohnrauminitiative | www.roter-buchladen.de

Gefördert durch: Basisgruppe Medizin | www.bgmed.org

 Laika Verlag | www.laika-verlag.de


Veranstaltungen - Aktuell

 

Die Veranstaltung fällt leider krankheitsbedingt aus!

 

The “natives” of the S.S. Egypt: Indian steamship workers and racial management in the British Empire

Vortrag von Prof. Ravi Ahuja, Centre for Modern Indian Studies, Universität Göttingen:

Freitag, 23. November 2018 um 19.30 Uhr

 

20 May 1922, the English Channel: eighty-seven passengers and crew perish by drowning when the Royal Mail Ship “Egypt” sinks on its way from London to Bombay. The majority of the crew is Indian — not unusual at a time when more than 20 percent of the workforce serving on British merchant ships are recruited from the subcontinent. The accident gives rise to an international press campaign and to judicial proceedings that shed a glaring light on issues of racial segmentation in the global maritime labour market and of racialized modalities of labour management on board British steamships. Social historian Ravi Ahuja discusses this unusually well documented incident to reconstruct linkages between racial discrimination and modalities of labour management that are still at work in our own time of postcolonial global capitalism.

 

Der Vortrag ist auf Englisch, die Diskussion ist auf Deutsch und Englisch.

 Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

 Eine India Inside/Out Veranstaltung vom CeMIS, den Indischen Kulturtagen und dem Buchladen Rote Straße

 

 

 

Mittwoch 24. Oktober, 19 Uhr Buchladen Rote Straße,

Nikolaikirchhof 7

 

Albert Camus: Anarchismus und Gewaltkritik

Die Auseinandersetzung mit Jean-Paul Sartre um „Der Mensch in der Revolte“ und die Algerienfrage

 Vortrag und Diskussion mit Lou Marin, Marseille

Der Bruch zwischen Albert Camus und Jean-Paul Sartre nach langjähriger Freundschaft, die sich nach der Veröffentlichung von Camus’ theoretischem Hauptwerk „Der Mensch in der Revolte“ 1951/1952 abspielten, war eine der prägenden Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts. Es war jedoch kein Bruch zwischen westlich-demokratischem Humanismus und revolutionärem Marxismus innerhalb des Kalten Krieges, wie innerhalb der deutschen und europäischen Linken lange Jahrzehnte kolportiert wurde, sondern ein Bruch, der durch die libertär inspirierte Kritik der Sartreschen Geschichtsphilosophie geprägt war, zu der Camus durch die Begegnung mit spanischen, italienischen und französischen Nachkriegs-AnarchistInnen fand.Die Kontroverse setzte sich während der restlichen Fünfzigerjahre bis zu Camus’ Tod 1960 am Beispiel des Algerienkrieges bzw. des Streits um die Solidarität mit der nationalen Befreiungsfront Algeriens (FLN, Front de Libération nationale) fort. Camus wurde über die Position Sartres und Fanons in die Ecke des „Kolonialisten guten Willens“ gedrängt, während er in Wahrheit eine konkurrierende, stärker föderalistische und weniger gewaltbefürwortende antikoloniale Bewegung Algeriens, die MNA (Mouvement national algérien) um den algerischen Gewerkschafter Messali Hadj unterstützte – die sogenannten „Messalisten“. Sie wurden in einem Krieg innerhalb des algerischen Befreiungskrieges von der FLN bis 1957 unter maßgeblicher Mithilfe Fanons ausgemerzt, wogegen Camus in anarchistischen Publikationen protestierte. Der Messalismus als Bewegung geriet innerhalb der europäischen Linken völlig in Vergessenheit. Er wird hier vorgestellt und es wird auf die noch heute nachwirkenden Folgen der Auseinandersetzung hingewiesen.

 

 

 ! Neuer Termin: Donnerstag 30.08.2018 19.00 Uhr

Kino Lumière Geismarlandstrasse 19

 

Über Grenzen
Vom Untergrund in die Favela
Autobiografie
Lesung & Diskussion mit dem Autor Lutz Taufer
 

Von der RAF in die Favela und zum Weltfriedensdienst: Das Leben Lutz
Taufers gleicht einer Suchbewegung, in der das gesamte Terrain der
westdeutschen radikalen Linken vermessen wird: Rebellion gegen die
verkrusteten Verhältnisse der Adenauerära in der badischen Provinz,
1968 in Freiburg, Basisgruppe Politische Psychologie in Mannheim,
Sozialistisches Patientenkollektiv in Heidelberg, Mitglied des
Kommandos Holger Meins der RAF, Besetzung der deutschen Botschaft
in Stockholm, mitverantwortlich für die Erschießung von zwei Geiseln,
20 Jahre Haft, ein Dutzend Hungerstreiks bis an den Rand des Todes,
nach der Freilassung ein Jahrzehnt Basisarbeit in den Favelas von Rio
de Janeiro, heute im Vorstand des Weltfriedensdienstes.
Die Bilanz seines bewegten Lebens lautet: Ohne entschiedenes
politisches Handeln lassen sich die versteinerten Verhältnisse, die für
die große Masse der Menschen dieses Planeten keine Perspektive
bieten, nicht verändern. Genauso gilt aber: Das Ziel einer befreiten
Gesellschaft muss sich in den Mitteln des Widerstands spiegeln. Und:
Befreiung fängt an der Basis an.
Die Autobiografie Lutz Taufers wurde mit dem Melusine-Huss-Preis
2017 ausgezeichnet.




Ziviles Peacekeeping in Myanmar

– Vortrag und Fotoshow

In Myanmar (ehem. Burma) schien es nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen und Militärdiktatur ruhiger zu werden, als 2011 die Demokratsierung begann. Doch im August 2017 eskalierte der Konflikt im Bundesstaat Rakhine und die muslimische Minderheit der Rohingya wurde großteils nach Bangladesh vertrieben, wo sie unter katastrophalen Bedingungen in riesigen Flüchtlingslagern lebt. Die Nichtregierungsorganisaton Nonviolent Peaceforce unterstützt seit 2012 den Friedensprozess in Myanmar und engagiert sich in den Flüchtlingslagern in Bangladesh. Outi Arajärvi, ehem. Vorstandsmitglied, berichtet von ihrem Besuch im Februar 2018.

Wann? Do. 07.06.2018, 19:30 Uhr Wo? Roter

Buchladen, Göttingen

Weitere Informatonen unter: www.epiz-goettingen.de

Facebook-Seite „EPIZ Götngen“ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 0551-388 76 35
Eine Kooperatonsveranstaltung des PromotorInnen-Programms des Entwicklungspolitschen Informatonszentrums Göttngen (EPIZ), der Regionale Bildungsstelle Nord des Programms Bildung trifft Entwicklung, des Bundes für soziale Verteidigung e.V., Niedersachsen entwickeln für eine Welt  sowie des Roten Buchladens.

 

 

DIE KACKE IST AM DAMPFEN! RASSISMUS IN

INDIEN UND DIE REVOLTE DER KASTEN  DER

LATRINEN- UND KANALREINIGERINNEN

 

Eine India Inside/Out Veranstaltung des CeMIS und

der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

Das Centre for Modern Indian Studies der Universität Göttingen und die Rosa-Luxemburg-Stiftung freuen sich, mit Bezwada Wilson von der NGO Safai Karmachari Andolan (SKA) einen legendären Aktivisten der  Antikastenbewegung zu einem Vortrag in Göttingen begrüßen zu können. Bezwada Wilson ist eine zentrale Person in dem Kampf der Kaste der Latrinen- und KanalarbeiterInnen gegen den brutalen Rassismus in Indien, der die Angehörigen dieser Kaste dazu zwingt, menschliche Fäkalien manuell zu entfernen. Die indische Regierungen nennt diese Praxis beschönigend „manual scavenging" (manuelle Müllabfuhr). Diese Praxis hält sich hartnäckig, obwohl es längst verboten ist, Menschen zu dieser Tätigkeit zu zwingen. Die kastenbasierte indische Polizei und Politik weigern sich, gegen Städte vorzugehen, die diese Praxis fortführen, und machen keine Anstalten, die Angehörigen der Kaste der Latrinen- und Kanalarbeiterinnen vor dieser gefährlichen, menschenverachtenden Tätigkeit zu schützen, die menschliches Leben und Potentiale brutal zerstört.

Nach dem Vortrag wird Bezwada Wilson mit Manuela Ott (Dalit Solidarität in Deutschland), Michael Gottlob (Koordinationsgruppe Indien von Amnesty International Deutschland und Thenmozhi Soundararajan (Equality Labs und Grüdungsmitglied des Dalit History Month) über die Bedeutung von internationaler Solidarität und internationalen Aktionen für den Kampf der Latrinen- und KanalarbeiterInnen diskutieren, um die indische Regierung zu zwingen, das Verbot dieser Praxis endlich rigoros durchzusetzen.

Im Anschluss an die Diskussion wird Rasika Ajotikar (Singer/Songwriter/Musikethnologin) Lieder aus der Antikastenbewegung im westlichen Indien singen.

Ort/Zeit: Dienstag,. 17. April, 19:30 Uhr

Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, 37073 Göttingen

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

 

 

 

 

 

 

 "Indonesien 1965ff."

Die Gegenwart eines Massenmordes

Lesung, Filmvorführung und Diskussion mit Anett Keller
am Dienstag, 23. Januar 2018 um 19 Uhr
im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Die antikommunistischen Massenmorde in Indonesien, denen Mitte der 1960er Jahre Hunderttausende Menschen zum Opfer fielen, zählen zu den furchtbarsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Der Westen unterstützte den Militärdiktator Suharto mit Geld und Logistik. Suharto revanchierte sich, indem er das größte und rohstoffreichste Land Südostasiens für westliche Firmen öffnete.

Das politische Lesebuch „Indonesien 1965ff. – Die Gegenwart eines Massenmordes“ ist der erste deutschsprachige Sammelband zum Thema, in dem ausschließlich indonesische AutorInnen zu Wort kommen. Überlebende berichten vom Mord an Verwandten und Freunden, von Haft und Folter; aber auch von der Solidarität jener, die der Entmenschlichung mutig die Stirn boten. WissenschaftlerInnen und AktivistInnen beschreiben, wie schwierig sich die Aufarbeitung der Vergangenheit angesichts bis in die Gegenwart zementierter Machtstrukturen und Denkmuster gestaltet.

Anett Keller, Journalistin und Herausgeberin von „Indonesien 1965ff.“, wird uns über die Hintergründe der Ereignisse berichten, über deren Auswirkungen bis in die Gegenwart und über das Bemühen progressiver sozialer Bewegungen, mit den alten Denkmustern der Suharto-Ära zu brechen. Besonderes Interesse erfährt dabei der Kampf der linken Frauenbewegung Gerwani, die im Zuge der Kommunistenverfolgung zerschlagen und deren Mitglieder brutal verfolgt wurden.

Im Anschluss an Vortrag/Lesung schauen wir gemeinsam den Kurzfilm "Api Kartini" (Das Feuer Kartinis) (Indonesisch mit engl. UT, 20 min). Der von indonesischen AktivistInnen (Kotak Hitam) produzierte Film begleitet weibliche ehemalige politische Häftlinge an den Ort ihrer Verbannung, ins ehemalige Frauenlager Plantungan. Dort waren viele von ihnen jahrelang ohne Gerichtsprozess interniert gewesen, wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Im Film kommen die Frauen direkt zu Wort. Sie geben uns nicht nur Einblick in das Leben im Lager und das Leid, das sie erfahren haben, sondern  geben uns auch ein eindrückliches Beispiel ihrer Überlebenskraft.




Liebe Leser*innen,
 
Ein famoses Fest erwartet Euch am 13.01.2018
im T-Keller. Ab 20.30 Uhr wird sich der gesamte
T-Keller der Welt des linken Buchhandels öffnen
und einen Abend voller Spiel und Spannung
eröffnen. Um selbige nicht zu sehr in die Höhe
schnellen zu lassen, kommt hier der Ablaufplan:
 
Ab 20:30 Uhr: Einlass
 
Ab 21:00 Uhr: Erzählcafé aus der Geschichte
des Roten Buchladens
 
Ab 22:00 Uhr: Lounge mit Tombola
 
Ab 23:00 Uhr: Show mit der famosen
Frau Doktor Verena Breit von Flach
 
Ab 23:30 Uhr: erwartet Euch eine gediegene
Feté mit 80er/Elektro/HipHop
(Musik halt).
 
Irgendwann ist dann Feierabend und alle dürfen
gut schlafen.
 
Bis Samstag!




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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